9 disruptive Geschäftsmodelle – Neue Chancen für Firmen

Man sollte sich überlegen das Geschäftsmodell eventuell zu ändern

Disrupt or be disrupted

Mit diesem Mantra sind viele Firmen heutzutage konfrontiert. Dabei muss man immer wieder sehen, dass es Facetten und Muster gibt die sich wiederholen. So gibt es meist nie vollkommen neue Geschäftsmodelle. Sondern bestehende Geschäftsmodelle werden meist einfach für eine neue Branche, ein neues Produkt oder einen neuen Service genutzt.

Als Beispiel kann man hier auch sehen wie sich bestimmte Branchen bereits mit einem disruptiven Geschäftsmodell befassen mussten. So wurde der klassische Taxi Dienst stark unter Druck gesetzt durch Uber, da diese eine Plattform hatten und die Fahrer sowie die Gäste über das Internet verbunden hat, statt in jeder Stadt eine neue Nummer zu wählen oder Taxis zu suchen.

Oft haben erfolgreiche disruptive Geschäftsmodelle auch wieder den Kunden im Fokus. Neue Technologien haben das Kundenverhalten verändert und somit ermöglicht dieser Wandel auch Modelle, die diesen Bedürfnissen entsprechen. Subscription Modelle, Plattformen und viele mehr sind hierbei zu erwähnen.

Wichtig ist auch noch ein Grundsatz. Viele Erfolgreiche Firmen kombinieren auch diese Geschäftsmodelle und nutzen verschiedene Modelle für unterschiedliche Teilbereiche ihrer Firmen. Die richtige Kombination von innovativen Produkten und innovativen Geschäftsmodellen kann eine grosse Rolle beim Erfolg spielen.

Hier zeigen euch nun 9 wichtige Geschäftsmodelle, die für Branchen disruptiv sein können und mit denen sich jeder zumindest auskennen sollte.

9 disruptive Geschäftsmodelle für Firmen

1. Freemium Modell

Eines der am häufigsten angewendeten Geschäftsmodelle. Dabei erhält der Konsument ein Produkt oder eine Dienstleistung kostenlos zur Verfügung gestellt. Dabei werden entweder nur grundlegende Funktionen angeboten und für premium Funktionen, kein Branding oder Erweiterung der Leistungen, muss der Kunde dann bezahlen. So kann man schnell eine breite Kundenschicht erreichen.

Anwendbar ist dieses Modell speziell für Produkte oder Dienstleistungen, die geringe Grenzkosten (Mehrkosten pro zusätzlichem Kunden) aufweisen oder wo Marketing und Kundeninformationen einen höheren Wert haben als die operativen Kosten.

Typische Beispiele sind: Spotify, Linkedin, Xing, Canva.com, MailChimp

2. Abo-Modell (Subscription Model)

Produkte und Dienstleistungen lassen sich meist auch als Abonnement anbieten. Dabei wird ein Betrag der normal nur einmalig anfallen würde aufgeteilt oder es wird ein neuer Service geschaffen der periodisch abgerechnet wird. Ziel ist es den Kunden langfristig zu binden. Im Gegensatz zum einmaligen Kauf, profitiert der Kunde bei Verbesserungen und Erweiterungen des Services.

Auch nicht teilbare Produkte können hier in ein Abo umgewandelt werden. Dabei hat Amazon mit diesem System bereits ein Beispiel geliefert, wie man auch Produkte wie Waschmittel, Kosmetika etc. regelmässig automatisch geliefert bekommt.

Typische Beispiele sind: Amazon, Netflix

3. Free-Modell

Ein Modell das speziell durch Google an Bekanntheit gewonnen hat. Für viele Unternehmer ist dies auch das unverständlichste Geschäftsmodell, doch es hat grosses Potential für einige Dienstleistungen. Da solche Geschäftsmodelle meist die Daten der Kunden auswerten für Werbung oder für personalisierte Angebote, ist es interessant anzuwenden, wenn man viele Informationen über die Kunden gewinnen kann.

Typische Beispiele sind: Google, Facebook

4. Marktplatz-Modell

Für einige Branchen hatten bzw. haben Marktplätze schon grosses disruptives Potential. Als Geschäftsmodell wird hier meist ein digitaler Marktplatz genutzt welcher Verkäufer und Käufer auf einer gemeinsamen Plattform verbindet. Geld wird dabei meist über Vermittlunsgebühren, Provisionen oder fixe Transaktionskosten generiert. Es ist jedoch auch möglich Gebühren für die Mitgliedschaft auf der Plattform zu verwenden oder auch über Werbung Geld zu generieren.

Typische Beispiele sind: Amazon, Alibaba, Uber, eBay

5. Sharing Economy – Access-over-Ownership Modell – Vermietung

Bei der Sharing Economy spricht man im klassischen Sinne von Vermietung. Dabei werden Güter oder Dienstleistungen die gewöhnlich nur gekauft werden können, für einen begrenzten Zeitraum für eine andere Person zur Verfügung gestellt. Dabei gibt es das Beispiel von Carsharing. Dabei wird das Auto für gewisse Zeit und eine Anzahl von KM für eine andere Person gegen Bezahlung zur Verfügung gestellt. Generell lässt sich das auf alle Produkte anwenden egal ob von Privatpersonen oder Firmen, Immobilien oder immaterielle Güter.

Typische Beispiele sind: AirBnB, Sharoo, Mobility, Lyft

6. User Experience Premium – Erlebnis Modell

Das ist ein Premium Modell das anhand von Apple gut beobachtet werden kann. Ein austauschbares Produkt erhält durch ein gutes Kundenerlebnis an Wertigkeit. Dabei werden Service, die Marke und auch speziell das Erlebnis des Kunden verbessert und dafür premium Preise verrechnet.

Typische Beispiele sind: Tesla, Apple und Premium-Marken

7. Pyramiden Modell

Das Modell ist ein typisches Verkaufsmodell das schon seit Jahren verfügbar ist. Speziell durch die leichte Abrechung durch technische Hilfsmittel, lassen sich diese Pyramiden Modelle schnell aufbauen und leicht verwalten. Es ist speziell interessant bei Produkten mit hohen Margen und welche leicht erklärt werden können.

Typische Beispiele sind: Amazon Affiliate, Microsoft, Dropbox

8. Ökosystem Modell – Ecosystem

Kunden in ein Ökosystem durch einen „lock-in“ Prozess in einen Service langfristig zu binden, ist ein Traum für jeden Unternehmer. Beispielsweise wenn man ein Handy von Apple oder mit Android hat, ist man in diesem Ökosystem wahrscheinlich eingeschlossen. Man kauft Hardware und nutzt Software die eventuell nur im gleichen System kompatibel sind. Das erschwert den Wechsel und hindert auch neue Konkurrenz Fuss zu fassen.

Typische Beispiele sind: Apple, Google

9. On-Demand Modell

Zeit ist Geld, so ist dieses Geschäftsmodell aufgebaut. Dabei wird der sofortige Zugang verkauft oder auch der Premium Zugang zur „Zeit“. Dabei kann die Lieferung, das Produkt oder die Dienstleistung zu einem gewissen Zeitpunkt abgerufen werden. Video-on-demand, Taxi (Uber) on-demand und viele weitere Systeme sind hier ein gutes Beispiel. Dabei stellen Unternehmen oder Personen mit Gütern oder Zeit ihre Leistungen zur Verfügung für Personen ohne Güter und Zeit aber mit Geld.

Typische Beispiele sind: Amazon Prime, Uber, Upwork

Gründer von MoreThanDigital.info und 11-facher Serien-Unternehmer seit er 13 Jahre alt ist. Als Gründer von 361consult, helm361, digitalPOS und weiterer Projekte schlägt sein Herz für Innovation und Disruption. Als Berater und Advisor hilft er Firmen, Regierungen sowie Organisationen in der Digitalisierung. Regelmässig ist er weltweit als Keynote Speaker unterwegs, um möglichst viele für Innovation und digitale Transformation zu begeistern und um aufzuklären.

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