Richtiges Community Management muss krisensicher sein – 4 wunderbare Ansatzpunkte

Nutze den Mehrwert von Communities für die Zukunft - auch digital!

Liebe Community,

auch uns trifft die Corona Krise. Die Auswirkungen der Krise sind bereits deutlich erkennbar und wachsen stets weiter. Auch das Nachrichtenmagazin „Focus“ betont diese Woche nochmal, dass derzeit schon feststehe, dass sich die Welt durch das Covid-19 Virus für immer verändern wird. Über Hilfspakete in Billionenhöhe wird aktuell diskutiert, denn die Folgen der Eindämmungsmaßnahmen sind für die Wirtschaft schon jetzt verheerend. Trotzdem muss es irgendwie weitergehen. Wir müssen versuchen, unsere Konzentration auf Positives zu richten. „Die Krise beschleunigt eine in Deutschland längst überfällige Entwicklung der Arbeitswelt“, sagt Thore Schlaak vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Die einzige Chance für Unternehmer, die gewöhnlicherweise auf den persönlichen Kundenkontakt angewiesen sind, heißt Community Management.

Harte Zeiten bringt die Corona Krise zum Beispiel für die Fitnessbranche, die Kosmetikbranche, die Eventbranche. Hier ist jetzt Kreativität gefragt, denn ohne den Kundenbesuch wird die Arbeit in diesen Sektoren schwierig. Folgend stellen wir ein paar Tipps zusammen, die euch helfen werden, eure Community aktiv zu halten.

Community BuildingZusammenhalt der Community ist das A&O!

An erster Stelle steht der Zusammenhalt eurer Community. Normalerweise betreten die Mitglieder einfach das von euch bereitgestellte Studio oder nehmen an euren Events teil. Heute müsst ihr umdenken. Ziel muss sein, den Usern trotz der Einschränkungen etwas zu geben, woran sie gemeinsam teilhaben können. Das kann zum Beispiel eine Challenge sein, die ihr online startet. Animiert eure Mitglieder, euch Videoclips von Home-Workouts zu schicken. Ruft eure Mitglieder auf, euch ihre Routine in Sachen Gesichtsreinigung in einer Step-by-Step-Liste zu schicken oder lasst eure Teilnehmer online abstimmen, welches Live-Event ihr nach Möglichkeit als Webinar ausstrahlen könnt. Teilt die besten Beiträge auf eurer Homepage und gebt ein kurzes Statement dazu ab.

Wichtig ist auch die Kommunikation mit eurer Community, diese sollte in der Krisenzeit auf keinen Fall auf Eis gelegt werden. Seid auch in schwierigen Zeiten präsent, veröffentlicht zum Beispiel wöchentliche Beiträge, in denen ihr eure eigenen Erfahrungen teilt. Hier könnt ihr etwa eigene Trainingspläne präsentieren, Rezepte für Gesichtsmasken teilen oder vielleicht Ausschnitte von vergangenen Live-Konzerten hochladen und zusammen mit den Fans in alten Erinnerungen schwelgen. Gebt eurer Community einen Content und sorgt für Gesprächsstoff. So haltet ihr nicht nur den persönlichen Kontakt aufrecht, sondern schafft gleichzeitig eine Verbindung zwischen euch und eurer Community.

Mehrwert für die Gemeinschaft ist gefragt!

In Zeiten der Pandemie fällt es vielen Leuten schwer, positiv zu denken, weil der Alltag zu sehr mit Negativität überströmt wird. Wenn ihr eurer Community einen Mehrwert bieten wollt dann zeigt ihnen die Vorteile, die es hat, wenn man einfach mal längere Zeit Zuhause verbringt und Zeit für sich hat. Lasst eure Mitglieder etwas Neues ausprobieren. Hebt Workouts mit dem eigenen Körpergewicht hervor. Es braucht kein Equipment und zudem ist das Training gelenkschonend.

Startet einen Information Channel, die Zeit in der man Zuhause bleibt ist auch die Zeit, in der man der Haut eine Auszeit von Schminke und Co gönnen kann, zeigt Vor- und Nachteile auf. Veröffentlicht kurze Previews von Events und gebt kleine Einblicke in das geplante Programm, so könnt ihr eure Vorfreude auf die Zeit nach der Krise gemeinsam steigern.
Informiert bleiben und informieren sind in diesen Zeiten das A&O. Souveränität kann nur ausstrahlen, wer auf dem aktuellen Stand ist, und auch darüber Bescheid weiß, was noch nicht zu wissen ist. Eure Identität als Community Manager ist von der Übermittlung von Werten und Purposen geprägt, macht diese Eigenschaft jetzt mehr denn je zu eurer Mission.

Mit gutem Beispiel voran!

Mit einem guten Beispiel in Sachen Community Management geht die Fitness-Kette Venice Beach voran. Aufgrund der Schließung wegen des Covid-19 Virus haben die Betreiber eine „Venice Beach-App“ entwickelt in der die Fitnesskurse, an denen die Mitglieder normalerweise vor Ort teilnehmen, online abgerufen werden können. Auch Übungsvideos und Ausführungstipps werden neben einem digitalen, persönlichen Trainingsplan angeboten, damit Mitglieder ihre Ziele weiterhin von Zuhause aus verfolgen können. Man kann sich vorher über die Kursinhalte und Kurszeiten informieren und teilnehmen, wann es einem am besten passt.

Alle Mitglieder können sich in einem Forum austauschen und gegenseitig Motivation finden. Man kann sich sogar über einen Chat mit anderen zum Training verabreden. Die Betreiber entwickeln Statistiken über deine Leistungen, die du auf deinem Profil später abrufen kannst und so deine Trainingserfolge verfolgen kannst. Auch wenn es für manche nicht vergleichbar mit dem persönlichen Training im Studio ist, hat auch diese Alternative für alle ihre Vorteile: niemand muss am Gerät anstehen oder einen Trainer aufsuchen, um ihm Fragen zu stellen. Alles funktioniert per Mausklick. Lasst euch von Vorreitern inspirieren und entwickelt eigene, kreative Ideen.

Nutze das Potenzial der Zukunft!

Wir können nie auf alles vorbereitet sein, aber mit jeder Krise können wir neue Erfahrungen sammeln, auf die wir uns zukünftig berufen können. Neue Chancen, die uns jetzt geboten werden, sollten wir nutzen. Diese Zeit sollten wir nutzen. Wir können Geschäftspläne überdenken, uns von nicht notwendigen Abhängigkeiten lösen. Die Arbeit auf dem Online-Markt wird immer lukrativer, es ist ein Trend, der sich immer weiter entwickeln und ausbreiten wird. Wer gutes Community Management betreibt hat schon die halbe Miete, richten wir also in den nächsten Tagen unseren Fokus darauf (8 Tipps, um eine starke Community aufzubauen). Fassen wir jetzt schon Fuß auf dem Markt der Zukunft und überlegen, wie wir am besten auf den fahrenden Zug aufspringen können.

Irène Kilubi ist Strategieexpertin für Digital Personal Branding und Community Building & Branding. Mehrere Jahre verbrachte Sie in Konzernen wie BMW, Siemens und Deloitte. Seit vier Jahren ist sie nun der Startup und Online-Szene verankert, spürt Trends auf, implementiert Strategien und setzt zielgruppengenaue Go-to-Market und Branding-Strategien um. Beim European Innovation Council der Europäischen Kommission ist sie zudem als Expert Advisor tätig und lehrt als Dozentin an verschiedenen Universitäten.

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