Das veränderte Einkaufsverhalten – Showrooming und Webrooming erklärt

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Es gibt immer wieder Revolutionen die den Kunden und dessen Einkaufsverhalten verändern. In den letzten Jahren war eine Technologie ausschlaggebend für das aufkommen der Begriffe – Showrooming und Webrooming.

Mobile Endgeräte sind bereits 1983 auf den Markt gekommen . Zusammen mit dem Aufkommen neuer Technologien wie mobilem Internet mit schnellen Verbindungen, hat sich das Mobiltelefon als Allround-Helfer durchsetzen können. Die zunehmende Verbreitung dieser Mobiltelefone, auch Smartphones genannt, hat den Handel grundlegend beeinflusst. In den meisten Industriestaaten sind bereits über die Hälfte der Nutzer mit einem Smartphone unterwegs und nutzen dieses auch extensiv im täglichen Leben. Diese zunehmende mobile Nutzung hat zu einem veränderten Einkaufsverhalten geführt. Die Kunden informieren sich mobil, diskutieren auf sozialen Plattformen, bewerten Produkte per Smartphone und machen online Preisvergleiche.

Showrooming

Es kann auch vermehrt beobachtet werden, dass Kunden sich zwar im Laden beraten lassen aber anschliessend online nach günstigeren Angeboten suchen. Dieses Verhalten wird Showrooming genannt, wobei der Showroom den physischen Store bezeichnet. Der Kunde nutzt also die Möglichkeit, sich im physischen Store beraten zu lassen und das Produkt anzufassen, verlässt anschliessend aber den Laden und erwirbt das Produkt im Internet. 46% aller Käufer betreiben aktiv Showrooming.

Webrooming

Auch Reverse Showrooming genannt, ist genau das Gegenteil von Showrooming. Dabei informieren sich Personen online über die Produkte, lesen Kundenbewertungen und recherchieren Alternativen. Gekauft wird die Ware aber anschliessend im stationären Handel. Laut einer Studie sind 78% der Käufer selbst Webroomer und informieren sich zuerst online bevor das Produkt im Laden gekauft wird.

Auswirkungen auf den Handel

Das veränderte Kundenverhalten durch den digitalen Wandel hat schon zu einigen Opfern im stationären Handel geführt. Eine Studie von Scholz zeigt, dass bereits ein Preisunterschied von 2,5% die Hälfte der Kunden dazu veranlasst, den Laden zu verlassen und das gewünschte Produkt online zu kaufen. Der Buchhändler Barnes & Nobles gab beispielsweise bekannt, dass 18% ihrer Kunden die Bücher über Amazon bestellen, nachdem sie in einem ihrer Geschäfte waren.

Durch die zunehmende Nutzung mobiler Endgeräte ist der Kunde heute besser informiert, nutzt diverse Kanäle und kann direkt am Verkaufspunkt (POS) die Angebote online vergleichen. Doch der digitale Wandel hat nicht nur zu einem anderen Einkaufsverhalten geführt, auch die Marketingstrategien haben sich verändert. Diese Veränderung fühlen viele Grossfirmen schon.

Digitale Transformation hilft dieses Verhalten zu verstehen und soll Firmen helfen mit diesen Änderungen umzugehen. Mobil ist ein grosser Teil dieser Veränderung und wird es auch bleiben.

Bleibt digital kreativ!