Personal Branding der Generationen: 4 verblüffende Erkenntnisse zur Social Media Nutzung

Wie steht es um die Social Media Präsenz der verschiedenen Generationen was Personal Branding anbelangt?

Das Personal Branding stellt eines der wichtigsten Tools für die Selbstvermarktung und Pflege eines persönlichen Images im Netz dar . Den sozialen Medien kommt dabei eine große Rolle zu. „Je früher jemand erkennt was er will umso besser. Junge Menschen haben eine andere Selbstverständlichkeit mit der sie Dinge betrachten. Das braucht unsere Welt. Es gibt genügend dekonstruktive Meckerer.“ So äußert sich Führungskräftetrainer und Business Coach Henryk Lüderitz zum Management-Nachwuchs, der zwar jung und unerfahren, dennoch mutig und willensstark ist.

In der Tat zeichnen sich die jungen Generationen durch eine auf Selbstverwirklichung orientierte Denkweise und eigene Wertvorstellungen aus, die sie in der realen und digitalen Welt ausleben. Worin liegen die Unterschiede zwischen der Generation X (im Alter von 36 bis 54), Generation Y (im Alter von 22 bis 35), die auch als Millennials bekannt ist, sowie Generation Z (im Alter von 16 bis 21)? Worauf achten sie besonders bei ihrer Webpräsenz und Aktivität in sozialen Medien? Wie gehen sie mit der Selbstdarstellung und einer digitalen Kommunikation um? Anbei ein paar Ideen als Quelle der Inspiration:

1. Online-Verhalten: Was motiviert Generationen zur Aktivität in sozialen Medien?

Die Gründe für eine aktive Teilnahme an sozialen Netzwerken können unterschiedlich sein. Die Kontaktpflege mit derzeitigen und ehemaligen Schulfreunden, Ausleben eines Hobbys, Wunsch nach einer positiven Veränderung oder Öffentlichkeitsarbeit für ein Projekt sind nur einige nennenswerte Beispiele dafür, warum sich die Generationen auf Facebook, Instagram und Co. regelmäßig einloggen.

Die Experten im Bereich Social Media lassen keinen Zweifel daran, dass sich die Nutzungsmotivation in den einzelnen Generationen unterschiedlich gestalten kann. So scheint die jüngste Generation Z einen größeren Wert auf eine positive Selbstdarstellung zu legen als die Generation X, die mehr praktisch orientiert und weniger am Network-Prestige interessiert ist. Die Millennials schöpfen von beiden Generationen in dieser Hinsicht.

2. Werbekonsumption: Wie erreicht man Generationen mit Werbekampagnen?

Viele Unternehmen und Marken sind in sozialen Netzwerken präsent, um ein positives Image aufzubauen und den Online-Umsatz zu steigern. Für manche von denen stellt Social Selling ein zusätzliches Vertriebsinstrument dar, das neue Marktsegmente erschließen lässt. Die Werbetreibenden denken vor allem an ihre Zielgruppen, die sie auf Social Media finden und direkt ansprechen können.

Ihr Erfolg wird maßgeblich davon abhängen, welche Generation sie erreichen wollen. Obwohl die Generation Z aufgrund eines jungen Alters vergleichsweise weniger Einkommen zur Verfügung hat, zeigt sie sich gegenüber Online-Werbung und Social Influencern weit mehr aufgeschlossen als wesentlich ältere Generation X. Diese ist generell risikoscheu und seltener dazu bereit, ein neues Produkt auszuprobieren

3. Nutzungsdauer: Wie viel Zeit schenken Generationen auf Social Media?

„Zeit ist Geld“: Die werbetreibenden Unternehmen und Marken können sich darüber freuen, dass die potenziellen und bestehenden Kunden immer mehr Zeit in sozialen Medien verbringen und Werbeinhalte umso öfter konsumieren. Hier angesprochen sind vor allem Facebook und Instagram, die für Milliarden aktive Nutzer weltweit mittlerweile zum Alltag gehören. Die Generation Z und Millennials sind Vorreiter diesbezüglich.

Als digitale Eingeborene (engl. Digital Natives) betrachten sie die Kommunikation im digitalen Raum, darunter in sozialen Netzwerken, als selbstverständlich und genauso wichtig wie diejenige in der realen Welt. Mit Hilfe von Smartphones und anderen mobilen Geräten gehen die Generation Z und Millennials unterwegs online, um sich mit ihren Facebook- oder Instagram-Freunden stundenlang zu unterhalten und Neuigkeiten zu erkunden.

4. Personal Branding: Wie präsentieren sich Nutzer in sozialen Medien?

Das Selbstmarketing ist zu einem großen Thema geworden, das neben Freiberuflern und Selbständigen immer mehr Einzelpersonen im jungen Alter betrifft. Der Wunsch nach einer perfekten Selbstdarstellung, die zu mehr Fans und Followern führt, ist ein wichtiger gemeinsamer Nenner von Personal Branding. Die sozialen Netzwerke bieten sich als optimales Werbeinstrument für diesen Zweck an.

Von einer sozialen Anerkennung im digitalen Raum schwärmt vor allem die Generation Z. Der Grund dafür könnte darin liegen, dass die Jugend oft nach Vergewisserung von Zugehörigkeit sucht. Das Personal Branding dient auch für die Millennials und die Generation X dazu, den Status von Influencern zu erlangen. Ein unwiderstehliches Alleinstellungsmerkmal auf Facebook, Instagram und Co. erweist sich dabei als unentbehrlich.

Ein unvergessliches Nutzungserlebnis: Das vereint alle Generationen

Trotz aller Unterschiede der Generationen X, Y und Z, die einerseits auf das Alter und andererseits auf die sich verändernden Lebenseinstellungen zurückzuführen sind, gibt es etwas, was sie gemeinsam haben. Es geht um ein unvergessliches Nutzungserlebnis, nach dem sich alle Generationen sehnen, wenn sie in sozialen Medien aktiv sind. Selbstverständlich kann es für die einzelnen Generationen etwas anderes bedeuten.

Im Großen und Ganzem schaffen soziale Netzwerke eine einmalige Möglichkeit, ein digitales Selbstportrait in einem positiven Licht erscheinen zu lassen. Während die Generationen Y und Z damit einen persönlichen wie beruflichen Erfolg ankurbeln wollen, ist die Generation X primär darum bemüht, vom Alltag abzuschalten und positive Erinnerungen an die Jugendzeit wachzurufen. Es wundert daher nicht, dass sie sich anderer Personal Branding Tools bedienen.

Irène Kilubi ist Strategieexpertin für Digital Personal Branding und Community Building & Branding. Mehrere Jahre verbrachte Sie in Konzernen wie BMW, Siemens und Deloitte. Seit vier Jahren ist sie nun der Startup und Online-Szene verankert, spürt Trends auf, implementiert Strategien und setzt zielgruppengenaue Go-to-Market und Branding-Strategien um. Beim European Innovation Council der Europäischen Kommission ist sie zudem als Expert Advisor tätig und lehrt als Dozentin an verschiedenen Universitäten.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.

This website uses cookies to improve your experience. We'll assume you're ok with this, but you can opt-out if you wish. Accept Read More

MoreThanDigital Newsletter
Subscribe
Join the #bethechange community
close-image