Digitalisierung, ein unaufhaltbarer Wandel

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Die Digitalisierung und ihr fortlaufender Veränderungsprozess scheint wahrlich nicht nur unaufhaltbar zu sein, sondern sich in Zukunft auch noch rasanter weiter zu entwickeln. Die hypothetische Frage, ob dies nun etwas gutes oder schlechtes ist, stellt sich schon ziemlich lange nicht mehr. Etwas als unangenehm zu empfinden, das unaufhaltbar ist, scheint gleich doppelt bedrohlich zu wirken. Wenn sich etwas in kurzer Zeit und in hoher Frequenz verändert, empfindet das der Durchschnittsmensch als Belastung. Ab wann eine Veränderung als Bedrohung und mit welcher Intensität diese Bedrohung wahrgenommen wird, hängt von Person zu Person ab. Ein weiterer Faktor ist das Alter einer Person. Je älter jemand wird, desto langsamer (im wahrsten Sinne des Wortes) wird sie.

IT Fachkräfte im Wandel

Ebenso IT Fachkräfte merken dies, je nach ihrem Spezialisierungsgrad, früher oder später. Dann beginnt die Zeit, in der man sich ernsthaft zu den Themen Weiterbildung oder Umschulung Gedanken macht. Es wird einem langsam aber sicher bewusst, dass man die geforderte Schlagzahl nicht mehr “unendlich“ lange durchhalten kann. Die alles entscheidende Kreativität ist noch vorhanden, beziehungsweise hat sich sogar verbessert, dies jedoch unter Umständen in einer völlig anderen, neuen Umgebung.
Je mehr man beginnt nach dem eigentlichen Problem und deren Ursache zu suchen, desto weniger wird man fündig. Veränderung kann schmerzhaft sein und sie kann ebenso als Problem wahrgenommen werden. Da hilft auch stundenlanges Nachdenken und Abwägen nichts.

Der Mensch ist darauf programmiert, Veränderungen aus dem Weg zu gehen …

Der Mensch ist darauf programmiert, Veränderungen aus dem Weg zu gehen, diese so lange es geht zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen. Die rasanten digitalen Veränderungsprozesse führen dazu, dass man sich der eigenen Veränderlichkeit und Vergänglichkeit sehr intensiv bewusst wird. Das Grundprinzip des Lebens, Alter, Krankheit, Tod wird einem in einer schnelllebigen Gesellschaft ziemlich deutlich bewusst. Das kann Angst auslösen, muss es aber nicht. Die rasante digitale Veränderung, so wie alles was sich ausserhalb unseres Körpers bemerkbar macht, kann nämlich nur in der Grösse Einfluss auf uns nehmen, die wir ihr gestatten.

Das Problem mit den Problemen

Die Natur ist ein perfektes System, jedes unserer Probleme haben wir selbst verursacht. Diesen Leitsatz sollten wir uns immer vor Augen halten. Das was wir als unser Problem ansehen, ist in den meisten Fällen gar keines. Vielmehr ist es nur ein Platzhalter für etwas, das wir noch nicht gut genug durchdacht haben. Ich nenne diese Situation den“bottleneck“, oder Engpass, den das Problem zur Lösung durchdringen muss. Auf der anderen Seite könnte man auch diesen sogenannten “Engpass“ erweitern, grösser machen so zu sagen, damit sich die Probleme gleichsam von alleine auflösen.
Um in den Themenbereichen der “digital transformation“ nachhaltig erfolgreich sein zu können, ist ein hohes Mass an Leistungsbereitschaft ausschlaggebend. Die erforderliche Leistungsbereitschaft hängt neben der beruflichen Erfahrung und dem Wissen zu einem hohen Masse von der natürlichen Balance zwischen der Ernährung, dem Geist und der körperlichen Aktivität ab. In den meisten Fällen lässt sich beim Ausgleich eines vorhandenen Defizits eine eindeutige Verbesserung des persönlichen Potentials und damit der Leistung erzielen. Vorausgesetzt, man ist sich seines persönlichen “bottleneck“ bewusst.

 

Über den Gastauthor:

Dr. Marlon Doringer
/bottleneck defines success trainer/ Zürich – Webseite
Ich habe mich auf die Leistungssteigerung für Führungskräfte und IT Fachkräfte spezialisiert. Die Methode “bottleneck defines success“ habe ich selbst entwickelt. Ein Training dauert einen Tag und findet in der Natur statt: “in the forest there is no WiFi but you get the best connection“…