Black Friday 2022: Die fünf wichtigsten Erfolgsfaktoren für Ihr E-Mail-Marketing

Black Friday erfolgreich machen - Hier die wichtigsten Tipps aus der Praxis

Am 25. November ist es wieder so weit: Der Handel feiert am Black Friday mit Aktionen und Sonderangeboten den Start in die Feiertagssaison. Was Sie bei Ihrem E-Mail-Marketing für diese Aktionswochen beachten sollten und was in diesen Krisenzeiten besonders herausfordernd für Online-Händler ist.

Darin sind sich alle einig, egal ob stationärer Händler oder E-Commerce-Veteran: Das Weihnachtsgeschäft ist das wichtigste des Jahres. Damit einher gehen nicht nur Lebkuchen und weihnachtliche Stimmung, sondern auch die Jagd nach den alljährlichen Geschenken. Singles Day und Black Friday sind für die Schnäppchenjäger eine gute Gelegenheit, Geschenke frühzeitig zu besorgen. Mit einer guten E-Mail-Marketingstrategie für Aktionstage wie den Black Friday, steigern Händler ihre Verkäufe um ein Vielfaches. Warum ist der Black Friday so wichtig und wie sollten Sie E-Mails dafür versenden?

In Krisenzeiten verändert sich das Kaufverhalten

Die Pandemie, der Krieg, die hohe Inflation und die Energiekrise: Das alles verändert massiv das Kaufverhalten der Kunden. Besonders der stationäre Handel leidet, und die Kunden bevorzugen den Online-Einkauf. Eine besonders auffällige Veränderung gegenüber den letzten Jahren ist, dass die Werbung für Aktionstage wie den Black Friday deutlich früher starten müssen.

Meine zentrale Erkenntnis: Wer nicht jetzt mit knackigen Aktionen um Weihnachtskäufer wirbt, geht leer aus. Das zeigen unsere Kundenauswertungen und externe Studien wie die von Salesforce. 30 bis 40 Prozent der Online-Käufer planen deutlich vor dem Black Friday im November ihre Geschenke zu kaufen. Eine weitere Herausforderung in diesen Krisenzeiten: Die Warenkörbe werden spürbar kleiner und damit der Wettbewerb um die Kunden härter. Darunter leiden die Margen, die eh schon wegen der gesenkten Preise, höherer Marketingausgaben und den von den Kunden erwarteten Rabatten unter Druck stehen. Damit einher geht, dass für viele Kunden die Markenloyalität abnimmt. Statt einen teuren Gucci-Pullover wählt der sensibilisierte Kunde einen von Benetton.

Warum ist der Black Friday relevant?

Der Black Friday gehört zu den größten Verkaufsveranstaltungen des Jahres. Er ist bei Konsumenten bekannt und beliebt, um ihre Lieblingsartikel zu möglichst niedrigen Preisen zu erhalten. Im Marketing sollte man den Black Friday nutzen, um von den gestiegenen Umsätzen und Besucherzahlen zu profitieren. Laut des Marktforschungsunternehmens Yougov äußern 19 Prozent der Deutschen den Wunsch, am Black Friday online einzukaufen. Bei Männern ist der Anteil etwas höher (21 Prozent). Jeder zweite Befragte gab an, für sich selbst etwas zu erwerben.

Auch beim Black Friday bestätigt sich der Trend: Die Deutschen beginnen früher nach Angeboten zu suchen. Der Technologiedienstleister Criteo hat in seinem „Festive Season Report 2021“ ermittelt, dass die Kunden im Durchschnitt mehr als drei Wochen vor dem eigentlichen Event nach Black-Friday-Angeboten suchen. Bei einem Viertel der Kunden beobachtet man mehr als acht Wochen zwischen den ersten Suchen und dem Kauf am Black Friday. Händler müssen frühzeitig beginnen, ihre Black-Friday Angebote zu bewerben.

Das ist besonders für E-Commerce-Anbieter wichtig, da die Verbraucher in den Aktionswochen Online-Einkäufe bevorzugen. Es lohnt sich also, mehr in E-Mail-Marketing zu investieren und sich genauer Gedanken zu machen, wie E-Mails gestaltet werden müssen, um mehr Kunden zu generieren und zu den Aktionen im Online-Shop zu führen. Eine E-Mail-Strategie, die Ihre Zielgruppen zum richtigen Moment mit den passenden Inhalten und Impulsen anspricht, ist von größter Bedeutung. Die folgenden Tipps helfen Ihnen, Ihr Black Friday Marketing erfolgreich umzusetzen:

1. Erweitern Sie Ihre E-Mail-Liste

Vor dem Versand der E-Mails an die Abonnenten sollte jeder Marketer Zeit in den Ausbau der E-Mail-Liste und der Verteiler investieren. Nur so steigert man Reichweite und damit auch Gewinnaussichten.

Wie kann das gelingen? Eine Möglichkeit: Werbebanner auf den beliebtesten Seiten mit Rabatten nur für E-Mail-Abonnenten, oder Vergünstigungen für alle, die sich zum Newsletter anmelden: Gutscheine, freier Versand bis hin zu exklusiven Angeboten. Wer einmal Interesse für Ihr Angebot signalisiert, ist sehr wertvoll für das Geschäft und ist im Idealfall ein wiederkehrender und zufriedener Kunde. Was ebenfalls funktioniert sind exklusive Landing Pages oder Werbeanzeigen wie Facebook Ads, um die eigene E-Mail-Liste zu erweitern und Besucher zu den geplanten Aktionen zu leiten.

2. Erarbeiten Sie einen Zeitplan

Konsumenten suchen immer früher nach Angeboten und Rabatten. Um diese Kaufabsicht für sich zu nutzen, sollten Sie im Marketing früh mit der Planung starten und einen gut durchdachten Mailing-Zeitplan entwickeln. Damit stellen Sie sicher, die Kunden genau dann anzusprechen, wenn sie dafür empfänglich sind. Analysieren Sie dafür Daten früherer Aktionen. Diese geben Auskunft über den Erfolg oder Misserfolg, je nachdem wann und was man in die Mailings packt.

Damit der Zeitplan funktioniert, empfehle ich Aktionstage wie Black Friday in drei Mailing-Perioden zu unterteilen: vor dem Black Friday, am Tag des Black Friday und nach dem Black Friday (Black Friday Wochenende). Entsprechend dieser Phasen entwickeln Sie Botschaften, Bilder und passende Call-to-Action-Elemente. Diese Details bezüglich der Zielgruppen und Inhalte tragen Sie in einen E-Mail-Marketingkalender ein.

Eine klare Empfehlung: Erstellen Sie vor dem Black Friday Teaser-E-Mails oder Frühbucher-Rabattcodes, um Ihre Kunden und Interessenten anzusprechen und sie zu motivieren, auf den Online-Shop zu kommen. In der Nachbereitungsphase geht es in erster Linie darum, die neugewonnenen Kunden mit personalisierten Angeboten zu halten und zu treuen Bestandskunden zu machen. Hier funktionieren Treuepunkte und ein kundenfreundlicher Support.

3. Verwenden Sie die richtige Betreffzeile

Eine interessante und kreative Überschrift spricht bestehende und potenzielle Kunden an, sorgt dafür, dass sie neugierig werden und die E-Mail öffnen. Deshalb ist die Betreffzeile als Türöffner das wichtigste Element. Sie muss hervorstechen, um in der Newsletter-Flut nicht unterzugehen. Dabei muss alles stimmig sein: Die Betreffzeile macht neugierig und zeigt auf den ersten Blick, welches Angebot ich erhalte. Der Inhalt der E-Mail greift das auf und motiviert die Empfänger, sich intensiver zu beschäftigen. Mit einem klaren Call-to-Action werden interessierte Leser auf Ihr Angebot gelenkt. Da ist es wichtig, dass sie das finden, was Sie vorher versprochen und beworben haben. Stimmen Sie den Inhalt also konkret auf Ihre Angebote ab und entwickeln Sie Betreffzeilen, die für Aufmerksamkeit sorgen.

Idealerweise umfasst die Betreffzeile nicht mehr als 50 Zeichen, sodass sofort Ihre Absicht klar wird. Bewährt haben sich Betreffzeilen, die Dringlichkeit und Knappheit vermitteln. Es sollte zudem deutlich werden, um welchen Aktionstag es sich handelt. Dieses sollte als Reizwort auftauchen, etwa indem Sie „Black Friday“ im Betreff und in den Visuals verwenden. Je nach Zielgruppe empfiehlt es sich mit Emojis in der Betreffzeile zu arbeiten, um aus der Masse der E-Mails hervorzustechen.

4. Entwickeln Sie klare Inhalte

Egal ob einfacher Text oder eine optisch aufwändige, multimediale E-Mail: Schreiben Sie in einfachen und klaren Worten, was Ihr Angebot ist und warum es für Ihre Adressaten relevant ist. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Ihre Zielgruppen im Vorfeld solcher Aktionen und Feiertage sehr viele Angebote von Konkurrenten erhalten. Um mit der E-Mail nicht zu nerven, ist es wichtig sich in die Perspektive des Empfängers zu versetzen und direkt auf den Punkt zu kommen. Umfragen belegen, dass Newsletter-Empfänger genervt sind, wenn sie nicht sofort erfahren, was angeboten wird. Zeigen Sie die Produkte am besten gleich im Text der E-Mail mit den dazugehörigen Rabatt- und Vorteilscodes. Grafik und Text müssen gut zusammenpassen und sich ergänzen.

Der Newsletter sollte zudem einen klaren Call-to-Action enthalten – also Ihre Empfänger dazu aufrufen, was sie tun sollen. Dieser muss nicht unbedingt am Ende der E-Mail stehen, sondern kann auch in der Mitte platziert werden. Wichtig ist, dass die Handlungsaufforderung hervorsticht und zum Rest des Textes passt.

5. Entwerfen Sie ein ansprechendes Design

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Ein Mailing sollte die Bildwelt der Aktionstage aufgreifen und kreativ mit Grafiken, Gifs oder Animationen arbeiten. Die Kunst besteht darin, dass E-Mail-Design einfach und klar zu halten, um die Empfänger an den Aktionstagen nicht zu überwältigen. Ansprechende Fotos Ihrer Bestseller oder von der neusten Kollektion sollten im Vordergrund stehen und so dem Mailing ein „Look and Feel“ des Online-Shops verpassen.

Nutzen Sie in der Mailinggestaltung die Farbpalette Ihrer Brand – die Farben müssen zur Marke und Zielgruppe passen. Ich empfehle die Farbe „Schwarz“ zu vermeiden, außer sie ist Bestandteil der eigenen Markenwelt. Signalfarben wie rot funktionieren psychologisch gesehen sehr gut, um die Wirkung von Rabatten zu verstärken.

Fazit

Aktionstage wie der Black Friday und das Weihnachtsgeschäft sind die wichtigsten Kampagnenelemente, um Umsatz zu generieren und neue Kunden zu gewinnen. E-Commerce-Shops und Einzelhändler kommen nicht darum herum, diese Aktionstage für das eigene Marketing zu nutzen. Dabei müssen Händler immer früher mit der Planung und den ersten Aktionen beginnen, wenn sie erfolgreich sein möchten. Mit gut durchdachten E-Mail-Marketing-Kampagnen können Sie Ihren Kunden und Interessenten vermitteln, warum es sich lohnt, bei Ihnen einzukaufen. Setzen Sie auf die richtigen Tools und investieren Sie in eine gezielte und kompetente Beratung. Denn nur mit kreativen Inhalten, einem ansprechendem Mailing-Design und den passenden Zielgruppen können Sie erfolgreich sein und Ihre Ziele zu erreichen.

Hartmut Deiwick ist seit Februar 2020 CEO der Löwenstark Digital Group. Die Full-Service-Agentur entwickelt und betreut Online-Marketing-Kampagnen in den Bereichen SEO-, SEA-, Marketplace Marketing, Affiliate-Marketing-, E-Mail-Marketing- und Social Media für Kunden aller Branchen. Zuvor war Deiwick Geschäftsführer sowie Sales and Marketing Director bei der PharmaHera Service GmbH, Apothekendienstleister von APONEO Deutsche Versand-Apotheke.

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