10 Tipps für eine erfolgreiche LinkedIn-Strategie für Firmen

Wie kann man die LinkedIn-Marketingstrategie richtig aufbauen?

Schon lange ist LinkedIn weit mehr als eine einfache Jobbörse oder nur ein Karrierenetzwerk. Vor allem als potentes Marketinginstrument beweist sich LinkedIn immer mehr. Doch wo von Marketing die Rede ist, braucht es auch eine durchdachte Strategie. Hier können schließlich Leads generiert, berufliche Beziehungen geknüpft und Markenbewusstsein aufgebaut werden. Dazu erhalten Sie im Folgenden zehn Tipps für eine erfolgreiche sowie vor allem nachhaltige LinkedIn-Marketingstrategie für Ihr Unternehmen.

1. Klare Ziele definieren

Nur wer sein Ziel kennt, kann auch den Weg dorthin planen. Dies gilt natürlich auch für die Vorhaben auf LinkedIn. Ob Sie eine Grafik, einen Text oder einen Querverweis posten, hängt maßgeblich davon ab, welches Endziel Sie verfolgen. Legen Sie also die grundlegenden Ziele schon zu Beginn der Formulierung einer Marketingstrategie für LinkedIn fest. So haben Sie auch im weiteren Verlauf stets eine Orientierung für die Formulierung erweiterter und genauerer Ziele.

Beispiele für diese übergeordneten Ziele können sein:

  • die Marke auf dem Markt bekannter machen
  • die Reputation der Marke stärken
  • Leads generieren
  • Sales antreiben

Neben den grundlegenden Zielen sollte auch die Zielgruppe klar definiert sein. Hier helfen sowohl einfache Definitionen, als auch soziodemografische Werte. Greifen Sie an dieser Stelle auch auf externe Auswertungen Ihrer Website zu, beispielsweise über Google Analytics. Dadurch lassen sich potentielle Zielgruppen leichter erkennen.

Zielpublikum bei LinkedIn erkennen
Zielpublikum bei LinkedIn erkennen – Quelle: Eigene Darstellung

2. Die LinkedIn-Unternehmensseite stark machen

Die Visitenkarte des Unternehmens auf LinkedIn ist die Unternehmensseite. Hier treffen Interessenten aller Art zum ersten Mal auf Sie. Es ist essentiell, dass hier auf den ersten Blick alle Informationen zum Unternehmen ersichtlich sind. “Wo befindet sich das Unternehmen?”, “Wo liegt die Fachexpertise des Anbieters?” und andere naheliegende Fragen sollten direkt beantwortet werden. Zudem lohnt es sich, die firmeneigene Website zu verlinken und firmeninterne Informationen transparent darzustellen. Dazu gehört zum Beispiel die Anzahl der Mitarbeiter. Damit Sie sich darüber selbst keine Gedanken machen müssen, stellt LinkedIn bei der Erstellung der Unternehmensseite direkt die passenden Fragen.
Neben einem passenden Titel- und Profilbild, darf auch eine aussagekräftige Unternehmensbeschreibung nicht fehlen.

LinkedIn-Unternehmensseite Beispiel
Beispiel einer Unternehmensseite auf LinkedIn – Quelle: Eigene Darstellung

3. Optimieren Sie regelmäßig

Nur wer seine Unternehmensseite stets optimiert, landet innerhalb und außerhalb von LinkedIn hoch in den Suchergebnissen und ist dadurch leichter auffindbar.

Eine klare Empfehlung ist hier, sich in die Zielgruppe hineinzuversetzen. Mit welchen Begriffen würde die Zielgruppe am ehesten nach Ihrem Unternehmen suchen? Nutzen Sie genau diese Begriffe in Ihrer Firmenbeschreibung. Zusätzlich fügen Sie auf jeden Fall einen Link zu Ihrer Unternehmensseite im Profil ein. Dadurch landen Sie auch bei Google höher in den Ergebnislisten, da die Position in den Suchergebnissen auch davon abhängt, wie oft fremde Webseiten (z.B. LinkedIn) auf Ihre Website verlinken.

Animieren Sie zudem Ihre Mitarbeiter, die LinkedIn ohnehin nutzen, Sie als Arbeitgeber mit dem verknüpften Unternehmensprofil anzugeben. Mit dieser Vorgehensweise generieren Sie Reichweite. Je mehr Menschen Ihrem Profil folgen, desto relevanter werden die geteilten Inhalte. Ermutigen Sie auch firmenfremde Personen Ihnen auf LinkedIn zu folgen. Eine gängige Praxis dafür ist ein Link in der E-Mail-Signatur oder ein Button auf der Website.

4. Was machen die anderen?

Mit der Funktion “Companies to track” bietet LinkedIn eine Option zur Beobachtung der Mitbewerber. Hier kann bspw. der Follower-Zuwachs nach einem Post oder einer anderen Aktion auf LinkedIn beobachtet werden. Es lohnt sich also durchaus auch hier einen Blick auf die besten Beispiele anderer Unternehmen zu werfen und diese gegebenenfalls in die eigene Strategie zu übernehmen.

5. Bleiben Sie sich und der Zielgruppe treu

Noch schwieriger als das Erreichen des zuvor festgelegten Follower-Ziels gestaltet sich das Halten der Follower. Schnell kann ein Kanal durch Vernachlässigung irrelevant werden. Hier gilt es also dranzubleiben. Teilen Sie Inhalte, die für Ihre Zielgruppe wirklich relevant sind und sich gleichzeitig im Einklang mit der Linie Ihres Unternehmens befinden.

Grundsätzlich gibt es dazu zwei Arten von Inhalten, die Sie teilen können: Zum einen bieten sich Ratgeber sowie aktuelle Trends der Branche an. Zum anderen lohnt es sich, auch sogenannte “Thought-Leadership-Artikel” zu teilen. Diese tragen oft dazu bei, das Publikum zu vergrößern und das Engagement der Zielgruppe auf LinkedIn zu steigern.

Thought-Leadership-Artikel lassen sich in drei Unterformen kategorisieren:

  • Branchen-Insights – Standpunkte zu Entwicklungen in der Branche
  • Insights in das Unternehmen – Wissenswertes zur Vision, den Werten und der Kultur Ihres Unternehmens
  • Produkt-Insights – Mögliche Lösungen für Probleme Ihrer Zielgruppe

Wichtig: Achten Sie bei der Formulierung der Thought-Leadership-Artikel jedoch vor allem darauf, dass diese nicht zu werblich klingen. Dies kann schnell zu Desinteresse oder sogar Abneigung führen.

Um das Unternehmen als offen für Neuigkeiten der Branche zu positionieren, können Sie auch Beiträge anderer LinkedIn-Mitglieder kommentieren und teilen. So bauen Sie Beziehungen auf und sorgen für den Erhalt des sozialen Gedankens der Plattform. Posten Sie jedoch nicht nur einen Link. Fassen Sie den Beitrag für Ihre Zielgruppe noch einmal kurz zusammen. Nutzen Sie dafür bspw. einen Titel, Stichpunkte, passende Bilder und vor allem passende Hashtags.

6. Verbildlichen Sie Ihre Ideen

Bilder sorgen laut LinkedIn für eine doppelt so hohe Interaktion innerhalb der Zielgruppe. Videos wiederum sorgen mit fünffach höherer Wahrscheinlichkeit für den Anstoß einer Unterhaltung. Hier bieten sich zudem PDFs (bspw. Whitepaper) oder auch Präsentationen an. Selbstverständlich gilt auch hier die zuvor genannte Richtlinie: Videos und Bilder müssen stets die Authentizität Ihres Unternehmens untermauern und zu Ihrer Marke passen.

7. Auf eine gute Planung kommt es an

Regelmäßige Inhalte sorgen automatisch für mehr Reichweite. LinkedIn empfiehlt täglich mindestens einen Beitrag zu posten. So werden auch bei der Zielgruppe Erwartungen geweckt. Finden Sie dazu bestenfalls noch die perfekte Uhrzeit zum Posten für Ihre Zielgruppe heraus, steht einer hohen Reichweite nichts im Weg.

8. Nutzen Sie Ihr Team

LinkedIn bietet über die Funktion “Team informieren” eine Möglichkeit, alle Mitarbeiter:innen direkt zu kontaktieren, wenn neue Beiträge veröffentlicht werden. Im besten Fall teilen und liken Ihre Mitarbeiter:innen die Posts und sorgen so für ein breiteres Publikum. Diese Funktion sollten Sie dementsprechend möglichst immer nutzen.

9. Statistiken analysieren

Zur Messung des Erfolgs Ihrer Beiträge stellt LinkedIn ein hauseigenes Analytics-Tool zur Verfügung. Die Werte können Ihnen helfen, zukünftige Beiträge zu optimieren und noch mehr aus ihnen herauszuholen. Sie können zusätzlich auch sehen, welche Form der Inhalte am meisten Reichweite und Interaktionen erhält. Darauf können Sie dann weiter aufbauen.

LinkedIn-Analytics Übersicht
LinkedIn-Analytics Übersicht – Quelle: Eigene Darstellung

10. Leiten Sie Ziele von Website-Statistiken ab

LinkedIn bietet mit dem Insight-Tag, der auf Ihrer Website eingebunden werden kann, eine gute Möglichkeit mehr über Ihre Zielgruppe zu erfahren. Der Insight-Tag wird normalerweise für die Auswertung von bezahlten Werbekampagnen auf LinkedIn genutzt. Jedoch bietet er auch ohne eine laufende Kampagne Informationen zu demografischen Eigenschaften Ihrer Website-Besucher, die von LinkedIn auf Ihre Website navigiert sind.

Da die Website-Demographics jedoch erst ab einer Anzahl von mindestens 300 “trackbaren” Nutzern (hier: LinkedIn-Nutzer, die in dieser Weise getrackt werden können) eine Analyse ausgibt, sollte ein entsprechend hoher Traffic auf Ihrer Website bereits vorhanden sein.

Website-Demographics auf LinkedIn Analytics
LinkedIn Website Demographics richtig analysieren – Quelle: Eigene Darstellung

Fazit zur LinkedIn Marketingstrategie

Egal in welchem Umfang, ein LinkedIn-Unternehmensprofil trägt dazu bei, sich professioneller zu präsentieren. Sowohl für das mittlerweile etablierte Netzwerken mit potentiellen neuen Arbeitnehmern, als auch für professionelle Kontakte und die daraus entstehende Lead-Generierung. LinkedIn ist als soziales Netzwerk der Profis und Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Mit einer strukturierten und durchdachten Marketingstrategie können auch Sie mit LinkedIn Erfolge feiern.

    Philipp Reittinger ist Geschäftsführer von ZweiDigital und absoluter Social-Media-Profi. Nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften in Frankfurt baute er zunächst den Bereich App-Marketing bei Shopgate auf und verantwortete bei Vier für Texas das Thema Performance Marketing, ehe er mit Andreas Arndt 2018 ZweiDigital gründete. Die Social-Ads-Agentur ZweiDigital aus Frankfurt entwickelt für Kund:innen wie Connox, Fitvia, Longines und SportSpar individuelle Performance-Kampagnen auf Facebook, Instagram, LinkedIn, Pinterest und TikTok.

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