Von der Idee zur eigenen App – die Konzeption

Was bei der Konzeption einer App berücksichtigt werden sollte.

Die Entwicklung der ersten Apps liegt über zehn Jahre zurück. In der Zwischenzeit befinden sich Millionen Apps in den Stores von Apple und Google. Grösstenteils handelt es sich um Consumer Apps, aber auch für Unternehmen bieten sich unzählige Möglichkeiten, sei es zur Interaktion mit den Kunden, als Vertriebskanal oder zur Optimierung von internen Prozessen. In einigen Fällen stellt die App sogar das Kerngeschäft des Unternehmens dar. Doch wie schaffen Unternehmen es, Apps für das eigene Geschäft erfolgreich zu nutzen? Welche Faktoren müssen für die Entwicklung einer erfolgreichen App berücksichtigt werden? Wir gehen auf die wichtigsten Phasen bei der Entstehung einer App ein und geben Tipps, dass diese zum Erfolg wird.

Welche Möglichkeiten bieten Apps für Unternehmen?

In Bezug auf das unternehmerische Umfeld gibt es vielseitige Anwendungsmöglichkeiten von mobilen Apps. Folgend einige Beispiele aus der Praxis:

Publikation von internem Angebot

Mitarbeiter informieren sich via App über das interne Schulungsangebot und melden sich für Kurse an. Die Anwesenheitskontrolle und das Erstellen eines Leistungsausweises erfolgen ebenfalls über die App.
#Prozessoptimierung #Geschäftsprozesse digitalisieren #Effizienz steigern

Digitalisieren von Kundendokumenten

Aussendienst-Mitarbeiter erfassen Vertragsdokumente schnell und einfach digital. Die Dokumente werden direkt beim Kunden via App eingescannt und abgespeichert, wodurch weiterer administrative Aufwand entfällt.
#Aufwand reduzieren #Prozessoptimierung #Geschäftsprozesse digitalisieren #Kosten senken

Unterlagen für Sales-Mitarbeiter bereitstellen

Der Aussendienst-Mitarbeiter hat in App alle Verkaufsdokumente, -Videos und Spezifikationen in der aktuellsten Version verfügbar. Die Zusammenarbeit und der Informationsaustausch mit dem Verkaufsinnendienst und der Basis wird durch die App vereinfacht.
#Kommunikation verbessern #Geschäftsprozesse digitalisieren #Druckmaterial sparen #Kosten senken

Bonussystem für Kunden

Via App können Kunden Bonuspunkte sammeln und diese in einem integrierten Shop oder beim nächsten Einkauf einlösen.
#Kundenbindung erhöhen

 

Beispiele für App Usecases
Quelle: unsplash.com

 

Was tun, damit die App zum Erfolg wird?

Es bieten sich also vielfältige Einsatzmöglichkeiten für mobile Apps, dennoch bleiben 25% der Anwendungen ungenutzt.

Der durchschnittliche App Nutzer hat 36 Apps auf dem Mobilen Gerät installiert. Die Apps werden immer wichtiger in der Mobile Nutzung, jedoch werden nur 25% der Apps täglich benutzt – weitere 25% bleiben komplett ungenutzt.
Quelle: https://firebase.google.com/docs/app-indexing/partners/case-study-one-pager.pdf?authuser=025%%20ungenutzt..

Es soll also einerseits eine möglichst nützliche und sinnvolle App gemacht werden, mit gutem Design und solider Codebasis. Andererseits muss diese App auch richtig vermarktet werden. In diesem Beitrag gehen wir auf die Ideenfindung und Konzeption einer App ein, die weiteren Erfolgsfaktoren werden in einem späteren Beitrag beschrieben.

 

Wann macht eine App Sinn?

Wie bereits erwähnt, kann eine App in verschiedenen Situationen ein wertvolles Tool für ein Unternehmen darstellen. Macht sie aber auch Sinn für Ihr Unternehmen? Bei dieser Frage sollte man berücksichtigen, dass Apps keine Allzweckwerkzeuge sind. Eine App als die Eierlegende Wollmilchsau bzw. die Lösung für alle Probleme zu sehen wäre also falsch. Im Gegensatz zu Desktop oder Webanwendungen sollte mit einer App nur ein spezifisches Thema (oder wenige Themen) angegangen werden, dieses aber durchdacht und gut gelöst. Dann kann eine App für fast jedes Unternehmen Mehrwerte liefern.

 

Die Idee ausfeilen

Wichtig ist es, die existierenden Geschäftsprozesse und Stakeholder zu analysieren und bewusst nach sinnvollen Anwendungsfällen zu suchen. Dafür eignet sich z.B. die Business Model Canvas. In der Analysephase helfen auch Gespräche mit potentiellen Nutzern (Kunden, Mitarbeiter), um Bereiche mit Optimierungspotential aufzudecken. Diese Nutzer sollte man von Anfang an einbinden und ins Zentrum der Überlegungen stellen.

Nachdem verschiedene Ideen generiert und verglichen wurden, gilt es sich auf einen Ansatz zu fokussieren und diesen weiter zu verfolgen.

Business Model Canvas Beispiel
Klicken für PDF-Version – Quelle: strategyzer.com

 

Die Idee steht, wie weiter?

Die Idee existiert im Kopf, wurde in Meetings oder bei einem Bier besprochen und eventuell in grober Form auf Papier gebracht. Doch was ist der nächste Schritt? Es geht nun darum die Idee weiter zu konkretisieren und detaillierter zu beschreiben.

Für die ausführliche Beschreibung wird ein Ablaufkonzept (Wireframe) erstellt, in welchem die verschiedenen Ansichten und Interaktionen aus Nutzersicht dargestellt werden. Mögliche Tools sind Sketch, Balsamiq oder Axure. Einerseits kann dadurch die Machbarkeit evaluiert werden, andererseits ermöglicht die detaillierte Beschreibung eine sinnvolle Kostenschätzung.

Beispiel eines Wireframes für Apps
Beispiel eines Wireframes für Apps – Quelle: smoca.ch

 

Oft macht es Sinn, die App-Idee zudem anhand eines Klick-Prototypen zu testen. Mit verschiedenen Tools wie z.B. Marvel oder Invision können ohne grossen Aufwand Prototypen erstellt werden, welche direkt auf dem Smartphone angeschaut und “genutzt” werden können. So ist es möglich bereits sehr früh ein wertvolles Nutzerfeedback in den Prozess einfliessen zu lassen und die getroffenen Annahmen zu testen. Wir sehen bei beinahe allen Projekten, dass durch den Einsatz eines Prototyps die Feedback Qualität deutlich verbessert wird und Punkte aufkommen, die selbst bei detaillierten Ablaufkonzepten nicht berücksichtigt bzw. entdeckt wurden. Solche Klick-Prototypen können auf Skizzen basierend oder mit bereits vorhandenen Screen Design Versionen erstellt werden.

Ziele der Konzeptphase

Nach der Konzeption und somit vor Projektbeginn, sind die Anforderungen so genau wie möglich (und nötig) definiert worden. Die Idee wurde erfasst und ein gemeinsames Verständnis des zu lösenden Problems geschaffen. Anhand von Wireframes und Prototypen wurde ein (oder mehrere) Lösungsansätze ausgearbeitet, welche Erkenntnisse zu Usability und benötigten Features mitliefern.

Enwicklungsschritte bei der Entiwcklung von Apps
Quelle: smoca.ch

Ausblick

Die zündende Idee und das gute Konzept alleine reichen aber nicht aus, um eine erfolgreiche App zu entwickeln. In jeder zu durchlaufenden Phase, gibt es Wichtiges zu berücksichtigen, damit die App schlussendlich ein Erfolg wird. Welche Anforderungen an das Design gestellt werden und wie die Entwicklung der App verlaufen sollte, verraten wir in unserem nächsten Beitrag.

smoca AG ist spezialisiert auf die Entwicklung von komplexen mobile Apps sowie Web Lösungen und hat bereits über 50 App Projekte erfolgreich umgesetzt. Die Winterthurer Agentur verfügt über langjährige Erfahrung und ausgeprägtes Fachwissen Rund ums Thema Apps, welches die Marketing Managerin Christina Canclini mit ihren Beiträgen teilt.

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