Personal Branding für Geschäftsführer über Social Media

Wie CEOs und Inhaber LinkedIn für sich nutzen

Personal Branding für Geschäftsführer über Social Media ist in aller Munde.

Wer Social Media wie LinkedIn, Facebook und Xing beruflich nutzt, möchte sein Netzwerk aufbauen und vor allem Aufmerksamkeit für die eigenen Beiträge.

Leider scheitern die allermeisten genau daran. Ein Zwischenfazit der Umfrage unter mittelständischen Unternehmen in Deutschland zur Nutzung von LinkedIn ergab, dass zu wenig Zeit und keine eigenen Ideen für Beiträge dafür die Hauptgründe sind.

Schauen wir uns die Nutzerzahlen von LinkedIn, der beliebtesten Social Media Plattform im B2B genauer an:

  • 675 Mio. registrierte Mitglieder nutzen LinkedIn weltweit, davon 14 Mio. in DACH.
  • 660 Mio. Mitglieder nutzen LinkedIn monatlich und verbringen insgesamt ca, 20 Minuten auf der Plattform.
  • LinkedIn ist gerade bei Entscheidern auf Senior und Top Management Level beliebt. Das macht LinkedIn auch zur meist genutzten Plattform unter Fortune 500 Unternehmen.
  • Nur 40% der weltweiten Mitglieder nutzen LinkedIn täglich. Das sind immerhin ca. 270 Mio. Kontakte, die man täglich erreichen könnte.
  • Jedoch: Nur 1%  der monatlichen User – ca. drei Mio. Mitglieder – posten einmal wöchentlich.
  • Diese Posts verursachen ca. neun Milliarden Impressionen pro Woche.

Keine Frage: Von allen Social Media Kanälen ist LinkedIn der Kanal, an dem Vorstände, CEOs und Geschäftsführer ihre Sichtbarkeit steigern und wo es dafür noch sehr viel Luft nach oben gibt.

Wer sich im Jahr 2020 immer noch die Frage stellt, ob er auf LinkedIn aktiv wird, sollte im Hinterkopf haben: wenn es Microsoft im Jahr 2016 26 Mrd. Dollar wert war, LinkedIn zu übernehmen, dann gab es dafür betriebswirtschaftliche Gründe, die wahrscheinlich auch für Ihr Unternehmen relevant sind.

Vorteile von Personal Branding über LinkedIn – es geht um Qualität

Neben dem eigenen Selbstmarketing gibt es noch einen wichtigen Grund, warum Sie als Unternehmer LinkedIn uneingeschränkt nutzen sollten: zur Erweiterung Ihrer Kontakte und zur Generierung vertrieblicher Anfragen = Leads.

Wie diese Studie aus dem Jahr 2016 zeigt, gaben bereits 59 Prozent der befragten B2B Marketingverantwortlichen an, über LinkedIn Leads zu generieren. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. 2019 kamen ca. 50% meines Jahresumsatzes durch Linkedin Leads zustande. Tendenz steigend. Genau deswegen empfehle ich Ihnen diese Plattform!

Auch Sie erzielen Reichweite in Ihrer Zielgruppe auf LinkedIn, wenn Sie eigene Inhalten posten.

Und das wollen Sie, denn 45 Prozent der Leser von LinkedIn Artikeln befinden sich in höheren Positionen (C-Level, Direktoren, VP, Manager).

In einem aktuellen Interview mit der Schweizer Handelszeitung sagte die LinkedIn Dach-Chefin Barbara Wittmann: «Die Zahl der öffentlichen Interaktionen – also Kommentare, Likes und dergleichen – lag im März diesen Jahres um 55 Prozent über dem Wert von März 2019. Zudem veröffentlichten unsere Mitglieder letzten Monat 60 Prozent mehr Inhalte als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr.»

Die aktuellen Entwicklungen aufgrund der Corona Pandemie sind einer der Gründe, weswegen LinkedIn seinen Algorithmus derzeit anpasst. und zwar zugunsten von Qualität. Ziel von LinkedIn ist es, Tools wie Auto-Likes und Phantomprofile abzustrafen. 

Ähnlich wie bei Facebook werden Beiträge künftig nicht mehr nur noch quantitativen Kennzahlen bewertet und dadurch in den Feeds nach oben gepusht. Durch die  neue, qualitative Kennzahl Verweildauer (dwell time) misst LinkedIn ab sofort auch, wie viel Zeit der User auf seinem Feed und mit einem einzelnen Beitrag verbracht hat.

Für CEOs und Geschäftsführer bedeutet das: wenn Sie jetzt nicht loslegen und sichtbar werden, wann dann?

Ihr Gewinn: regelmäßige Sichtbarkeit in Ihrem Netzwerk, bei Investoren, Multiplikatoren und Medien sowie ein steigendes Netzwerk qualifizierter, direkter Kontakte.

Personal Branding für CEOs und Geschäftsführer

Die Bedeutung einer Personal Brand ist, Sie werden selbst zur Marke. Nicht Ihr Produkt sondern Sie werden zur Personenmarke. Bekannte Beispiele für Personenmarken sind Stars wie Naomi Campbell, Karl Lagerfeld, Thomas Gottschalk und im Geschäftsumfeld Elon Musk, Richard Branson und Oprah Winfrey.

Die Arbeit an der eigenen Marke fängt nicht auf LinkedIn an, sondern viel früher – und geht um einiges tiefer.

Ihr Weg zur Personal Brand bleibt nicht an der Oberfläche – wie man es bei manchen, flüchtigen Posts in Netzwerken wie LinkedIn – vermuten könnte. Um Ihre Personal Brand zu entwickeln, geht der Weg nach innen zu Ihrer Persönlichkeit.

Die gute Nachricht: Niemand kann Ihr Branding kopieren – es kann nur aus Ihnen selbst kommen, weil Sie einzigartig sind. Diese Substanz braucht es, denn nur darüber bauen Sie Vertrauen auf.

Was in den aktuellen Beiträgen zum Thema Personal Branding häufig nicht steht: Personal Branding hat viel mit dem eigenen Selbstwert zu tun.

Es geht um Antworten auf diese elementaren Fragen: 

  • Entspricht das, was andere in mir sehen, der Vorstellung, die ich von mir habe?
  • Welchen Nutzen stifte ich eigentlich meinem Umfeld, also was ist mein persönliches Markenversprechen?
  • Bestimmt die Zahl auf meinem Gehaltszettel meinen Markenwert (= Selbstwert)?

Sie ahnen es, sich seine eigene Marke aufzubauen begrenzt sich nicht auf ein paar Posts mit bunten Bildern.

Es geht um Ihre Substanz.

Diese kommt aus Ihrer Persönlichkeit und macht sich in Ihrer Haltung, in Ihren Werten, in Ihrer Sprache und Ihrem Kommunikationsstil bemerkbar.

Eine Hilfestellung, wie Sie sich Ihrer Personal Brand nähern, habe ich in einem Personal Branding Guide für Geschäftsführer für Sie zusammengefasst.

Vielen Menschen, speziell im Management und Vertrieb, fehlt die Social Media Routine. Das bedeutet, sie wissen nicht, wie sie vorgehen und können den Zeitaufwand nicht einschätzen.

Damit Ihr Personal Branding über Social Media nicht zum Zeitfresser wird, nehmen Sie sich jeden Tag, 30 bis 45 min Stunde Zeit, um immer wieder dieselben Aktivitäten durchzuführen:

  • den eigenen Feed nach interessanten Beiträgen durchforsten und was Ihnen gefällt liken
  • mind. einen Beitrag aus Ihrem Netzwerk kommentieren
  • einen eigenen Beitrag erstellen und posten. Denken Sie dabei an den Nutzen für den User!

Fazit: Sie sind einzigartig und Ihr Branding ist es auch. Es geht nicht darum, laut und aggressiv zu sein, sondern konsistent in den Botschaften. Überlegen Sie, für welche Fachthemen Sie der Go-to-Experte sind und wie Sie wahrgenommen werden wollen. Finden Sie unbedingt Ihren eigenen Stil und kopieren Sie keine fremden Inhalte!

Gründerin der Agentur Eskimos mit Kühlschränken und Expertin für digitales Vertriebsmarketing, Kommunikation und Personal Branding von Geschäftsführern über Social Media und PR. Zertifizierter systemischer Business Coach. Autorin des Fachbeitrags „Persönliche Verantwortung in einer digitalisierten Welt – oder warum ich meinem Kind YouTube erlaube“, erschienen in dem Fachbuch CSR und Digitalisierung im SpringerGabler Verlag, Berlin. Mehrfache Preisträgerin und Jurymitglied für Marketing, PR und Kreation der German Stevie Awards und der Asian-Pacific Stevie Awards. Mit über 15 Jahren internationaler Berufserfahrung in PR, Kommunikation und Vertriebsmarketing verfolgt Simone Brett-Murati die Vision, jeden im Vertrieb in die Lage zu versetzen, warme Inbound Leads zu generieren und auf Kaltakquise zu verzichten. Simone Brett-Murati war vor ihrer Selbstständigkeit in Agenturen und mittelständischen Unternehmen in verschiedenen Führungspositionen tätig,

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