So gelingt die Transformation zum nachhaltigen Unternehmen!

Nachhaltigkeit wird zu einem Hygienefaktor für Unternehmen - Doch wie anfangen?

Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Megatrend, sondern auch ein vielfältiges und komplexes Thema. Deshalb fällt es vielen Menschen und Unternehmen nicht leicht, in die Umsetzung zu kommen. Anforderungen an Unternehmen insbesondere aus der Regulatorik von EU und Bundesregierung steigen. Nachhaltigkeit wird so immer mehr und immer dringender zur Notwendigkeit, bald sogar zum Hygienefaktor.

Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Megatrend, sondern auch ein vielfältiges und komplexes Thema (Artikel zu Green Economy). Deshalb fällt es vielen Menschen und Unternehmen nicht leicht, in die Umsetzung zu kommen. Anforderungen an Unternehmen insbesondere aus der Regulatorik von EU und Bundesregierung steigen. Nachhaltigkeit wird so immer mehr und immer dringender zur Notwendigkeit, bald sogar zum Hygienefaktor.

Regulatorik aus der EU erhöht den Druck bereits heute

So wird beispielsweise die EU Taxonomie zunächst zwar vorwiegend große Unternehmen und Finanzinstitute treffen. Die Regelungen werden in den kommenden Jahren jedoch stetig auf den Mittelstand ausgeweitet. Weitere Anforderungen kommen bald hinzu, speziell mit der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) im Bereich der Berichterstattung. Dabei wird oftmals übersehen, dass diese Regulatorik indirekt bereits heute Einfluss auf fast alle Unternehmen haben wird – jedenfalls auf alle, die bei Banken und Versicherungen um Investitionen ersuchen, die Kredite brauchen. Denn diese müssen seit 01.01.2022 transparent machen, wie nachhaltig ihre Investitionen sind, sprich, inwieweit soziale Mindestkriterien und vor allem die sechs EU Umweltziele hierdurch tangiert werden – im negativen oder positiven. Um hierüber berichten zu können, gibt es nur einen Weg: Die Finanzinstitute werden bei den Unternehmen Auskünfte einholen in Sachen Nachhaltigkeit. Wer ist darauf heute schon vorbereitet?

Auch die neue Deutsche Bundesregierung macht Ernst

Laut Koalitionsvertrag will sie die Verbindlichkeit von Nachhaltigkeitsstrategien erhöhen. Die öffentliche Hand soll bei der Beschaffung mit gutem Beispiel vorangehen. Das bedeutet im Klartext: Ohne wirksame Nachhaltigkeitsstrategie und transparente Berichterstattung wird man schon sehr bald keine Aufträge öffentlicher Institutionen mehr gewinnen können. Überhaupt taucht das Wort „nachhaltig“ mehr als 100-mal im Koalitionsvertrag auf. Dieser klare Fokus ist wirklich bemerkenswert und findet sich auch im deutlichen Untertitel des Dokuments wieder: „Bündnis für Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit“.

Nachhaltigkeit wird den Menschen in Deutschland immer wichtiger

Gleichzeitig steigt der Anspruch in der Gesellschaft an nachhaltiges Handeln – und damit die Verantwortung für Unternehmen, verbindlich zu liefern. Immer mehr Menschen fragen sich, wie ernst es die Unternehmen in Sachen Nachhaltigkeit meinen. Ob in ihrer Rolle als Konsument*innen, Mitarbeiter*innen oder Bewerber*innen, immer häufiger wird dieses Thema zum Augenmerk oder gar zum ausschlaggebenden Kriterium. Immerhin geben laut Umfragen drei Viertel aller Deutschen an, dass ihnen ein nachhaltiger Lebensstil wichtig oder sogar sehr wichtig ist. Das ist in Zeiten einer öffentlichen Anerkennung der Klimakrise eigentlich keine Überraschung mehr. Doch zu Nachhaltigkeit gehören noch viel mehr Themen als nur der Klimaschutz.

Nachhaltiges Wirtschaften als Chance begreifen

Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (engl. „Sustainable Development Goals“, SDGs) bilden den größten gemeinsamen Nenner und sind der Rahmen, an dem sich auch Unternehmen in ihrer Nachhaltigkeitsagenda orientieren sollten. Darin werden alle wesentlichen ökologischen und sozialen Faktoren zum Thema. Tatsächlich haben viele Unternehmen gleich auf mehrere dieser Ziele, dieser SDGs, einen Einfluss – sei es durch die Lieferkette, Ressourcen- und Materialbeschaffung, im eigenen Geschäftsbetrieb, durch die Verwendung von Investitionsmitteln oder in den Produkten. Hier steckt auch gleich eine der größten Chancen: Nachhaltigkeit als Innovation für die Produktentwicklung nutzen. Dann dienen diese Investitionen auch der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens – und Nachhaltigkeit wird nicht mehr zum Kosten-, sondern zum Erfolgsfaktor.

Drei wichtige Säulen für die Nachhaltigkeitstransformation

Damit nun die Transformation zum nachhaltigen Unternehmen gelingen kann, sind gleich drei Aspekte besonders zu betrachten: Strategie, Kultur und Kommunikation. Was sind die wirksamen Maßnahmen in Sachen Nachhaltigkeit? Warum tun wir das, was wir da tun? Wie können wir unser Geschäftsmodell nachhaltiger gestalten? Wie nachhaltig sind wir eigentlich heute? Diese und weitere Fragen stehen in der Nachhaltigkeitsstrategie im Fokus. Gleichzeitig wird nachhaltiges Wirtschaften und Handeln nur dann funktionieren, wenn es gelingt, weite Teile der Organisation in diesem kulturellen Wandel mitzunehmen. Denn Nachhaltigkeit lebt letztlich nicht durch Rollen wie die der Nachhaltigkeitsmanager*innen, sondern durch alle Mitarbeitenden im betrieblichen Alltag.

Mit den richtigen Worten Menschen begeistern

Mit inspirierender Kommunikation erreicht man die Menschen. Es gilt einzuladen, Nachhaltigkeit über Vorträge, Workshops und interaktive Formate erlebbar zu machen. Gleichzeitig ist es von hoher Bedeutung, über Erfolge und Erreichtes zu berichten, nach innen wie nach außen – getreu dem Motto „Tue Gutes und rede darüber“. Doch genauso sind die nächsten Schritte auf der Nachhaltigkeit-Roadmap zu betonen, wohin sich das Unternehmen entwickeln möchte, und warum. Das ist transparent und macht authentisch, ehrlich. Werte, die in Bezug auf Nachhaltigkeit im wahrsten Sinne des Wortes wertvoll und überzeugend sind. Nur so kann Nachhaltigkeit letztlich auch ein bedeutender Teil des Images, der Marke werden.

Nachhaltigkeit ganzheitlich denken und umsetzen

Das Thema ist also weit mehr als Bericht und Manager oder Bienchen, Blümchen und Bäumchen. Nachhaltigkeit braucht ein systematisches Vorgehen und Methodik. Nur so können Prozesse, Strukturen und der Geschäftsbetrieb wirklich nachhaltig ausgerichtet werden. So gelingt die Transformation zum nachhaltigen Unternehmen.

 

Autor: Daniel Obst (Xing / LinkedIn) | Agentur 2020 GmbH
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