World of Supply Chain – 3 Tech-Trends 2019

Part5: Die Supply Game Changer - 3 Tech-Trends 2019

Supply Game Changer 2019

Die Supply Game Changer & Logistik Trends, prägen sowie ändern zukünftig die gesamte Versorgungskette in Unternehmen. Dieser unaufhaltsame Fortschritt wird sich dabei sehr stark in den Details und der Intensität unterscheiden.

Um die digitale Transformation zu beschreiben, wird gerne in der Supply Chain von der digitalen Lieferkette gesprochen. – Meist werden hier, Tiefe, Breite und Umfang und ebenso die Integration von Daten «digitale Kante» analysiert.

Digitale Lieferketten, also die Speicherung von digitalen- computerlesbaren Formaten und die Digitale Informationskommunikation, stellen zukünftig die Kernanforderungen dar. Meist handelt es sich hierbei um die letztendlich erweiterte Sichtbarkeit der Lieferketten.

Alle diese Vorzüge einer kontinuierlichen elektronischen Verbindung und damit die vollständige Integration aller nur möglichen Systeme, smarten Komponenten und Daten werden ausgeschöpft. Und damit sind dies keinerlei Mischformen von Hybridmodellen, die teilweise Papier- und IT-Prozessgesteuert werden.

Um nicht nur die Sichtbarkeit der Lieferkette zu erweitern sondern direkt Massnahmen zu ergreifen, nutzen einige Unternehmen bereits das Konzept des «digitalen Kontrollturms» In diesem detaillierten Dashboards werden umfassend relevante Einblicke in Randinformationen/-daten gewährt, wie z.B. soziale Netzwerke, Newsfeed, Wettermeldungen oder GPS-/Flottendaten.

So auch modernste Lagersteuerungs- und Ausführungssysteme (WCS/WES) die über hochmodernste Sensorentechnik verfügen.  Diese automatisierten Lager-Inhousesysteme reagieren und bewerten nach vorgegebenen Richtlinien nahezu in Echtzeit, um möglichst flexibel-intelligent operative Ziele zu erreichen.

Expertentipp

  • Serviceketten vor Produktketten
  • Lieferkettenaktivitäten koppeln (vor und nach dem Verkauf der Produkte)Dadurch sind erheblich reaktionsschnellere Verbraucherdienstleistungen, Produktkenntnisse, Garantieleistungen und In-Store-Services möglich. «SERVICE PULS» Dienstleistungen stehen über dem Produkt selbst.
  • Externalitäten (Herstellungs- und Geschäftsprozesse) der Lieferkette müssen Unternehmen vollständig melden. Demzufolge die Offenlegung/Transparenz der End-to-End Supply Chain-Auswirkung im Hinblick auf die Nachhaltigkeit und Notwendigkeit, so z.B. von CO2 Reduktion, Schaffung von Arbeitsplätzen u.v.m.
  • Eine nahtlose Globalisierung der Wissensarbeit in der Lieferkette, erfordern eine notwendige Multilingualität, bedingt durch die Komplexität verschiedener Regionen.
  • Die gleiche Anzahl an Produkttaktgeschwindigkeiten wie unterschiedlicher Lieferketten, sind die Gewinner der Zukunft.
  • Um die Mainstream-Aktivitäten in der Lieferkette effizienter zu automatisieren muss künstliche Intelligenz in der Lieferkette vollkommen eingebettet sein.
  • Auf Matrixbasis müssen Funktionssegment und Produktsegment ausgerichtet werden, um den stetig unterschiedlichen Anforderungen der Lieferkette gerecht zu werden.
  • Software as a Service (SaaS) gewinnt weiter an Aufmerksamkeit. «Auf Abruf» bzw. «one pice» wird die Technologie zur Unterstützung von SCM sein.
  • Mikrosegmentierung ist und bleibt der Schlüssel zum Erfolg! Auf Grundlage der Geschäftsstrategie muss ihre Lieferkette effektiv bedient werden. Selbst wenn ihre Geschäftstätigkeit stark Business to Business (B2B) getrieben ist, nehmen Sie eine Business to Consumer (B2C) Einstellung vor.
  • Erfolgreiche Unternehmen können die Daten, die ihnen ihre Mitglieder über die sozialen Netzwerke offen zur Verfügung stellen, empfangen, weiterbearbeiten und verarbeiten.

Maschinelles Lernen ist auf eine Vielzahl von Logistiktechnologien direkt anwendbar. Um eben noch mehr und kontinuierliche Verbesserungsprozesse bei Lagerverwaltungssystemen zu erzielen, kommt dies z.B. bei der Supply Chain-Planung/-Sichtbarkeit oder Robot-Vision-Systeme zum Einsatz. Besonders nützlich ist ML für dynamisch grosse Datensätze bei denen die Beziehung zwischen abhängigen und unabhängigen Variablen fließend ist.

ML

Wie funktioniert Machine Learning? 

Zu Beginn müssen Systeme mit den für das maschinelle Lernen notwendigen Daten und Algorithmen versorgt werden. Regeln müssen für die Analyse des Datenbestands und das Erkennen von Mustern definiert werden, um anschliessend die notwendigen Tätigkeiten durchzuführen.

TIPP:

  • Vorhersagen, basierend auf analysierten Daten, treffen
  • Berechnung von Wahrscheinlichkeiten bestimmter Ereignisse
  • Optimierung von Prozessen aufgrund erkannter Muster
  • eigenständige Anpassung an Entwicklungen
  • relevante Daten finden, zusammenfassen und extrahieren.

Dank der Weiterentwicklung von Big Data, hat auch das maschinelle Lernen einen erheblichen Schritt nach vorne gemacht.  Big-Data-Systeme sind damit eine ideale Basis für maschinelles Lernen.

Es gibt unterschiedliche Arten und 5 Kategorien (Algorithmen) des maschinellen Lernens:

  • Überwachtes Lernen
  • Unüberwachtes Lernen
  • Teilüberwachtes Lernen
  • Bestärkendes Lernen
  • Aktives Lernen 

Vorteile im Supply Chain Management 

Um präzisere Prognosen über Lagerbestände und -auffüllungen zu treffen, setzt man ML und KI ein. Dabei kann eine Fehlerreduzierung der Bedarfe zwischen 20% und 50% reduziert werden.

Programmiersprache Phyton 

Einer der bekanntesten und häufigsten verwendeten Programmiersprachen, Python, macht ML möglich. Python ermöglicht mit einem übersichtlichen und einfachen Quellcode funktional als auch objektorientiert Codes zu schreiben. Die Programmiersprache gibt es als Feemium, sodass viele unterschiedliche und unzählige frei nutzbare Pakete existieren.

Die Automatisierung in Lägern nimmt stetig zu, um die nötigen Kundenanforderungen der Direktabwicklung zu erfüllen.

Vertriebsunternehmen und Einzelhändler suchen verstärkt nach skalierbaren und anpassungsfähigen Lösungen, die die E-Commerce-Branche mit seinen äusserst variablen Möglichkeiten bereits heute anbietet. Shuttle-Systemen im Einkauf und der autonomen mobilen Lagerrobotik werden stetig anhalten.

Automation

 

Kollaboratives Transportmanagement wird ebenso einer der Trends in 2019 sein.  Um freie, nicht ausgelastete, Kapazitäten sichtbar und ebenso schnellstens freizusetzten, werden LSPs und Verlader ihr Netzwerk bzw. Transport-Ökosystem noch stärker ausbauen, um Totenkilometer zu reduzieren.

TIPP: 

Eine vollständig digitale Lieferkette ist einen Wunschtraum für viele, insbesondere kleine und mittelständige Unternehmen.

  • Beginnen Sie mit kleinen Schritten, die sie nicht direkt einschüchtern – mit Branchenriesen wie Amazon Schritt zu halten, davon raten wir ab.
  • Kleine Workflow-Automatisierung können Unternehmen und Abteilungen einfache manuelle Prozesse wie bis hin zu komplexeren Aufgaben rationalisieren. Erste automatisierte und fehlerfreie Logistikprozesse ermöglichen ihnen neue Produktivitätsstufen und einen entscheidenden Schritt zur Senkung der Betriebskosten und zur Steigerung der Gewinneffizienz.

Fazit: Für einen wirkungsvollen Wechsel in eine digitale Supply-Chain-Prozess-Plattform, empfehlen wir eine agile Lösung für Strategie, Taktik und ihren Veränderungsprozess, auf dem Weg der digitalen Transformation.

Lösungsansätze und Faktoren die Verlader berücksichtigen sollten:

  • Eine benutzerfreundliche und gut navigierbare Oberfläche
  • Cloud-basierten Tools zur Workflow-Automatisierung sollten sich leicht in die bestehende Infrastruktur des Unternehmens integrieren lassen
  • Mensch und Prozess müssen Schritt halten. Aus diesem Grund sollten Verlader nach Lösungen suchen, die schrittweise und bedarfsgerecht eingeführt werden können.

In unserer kommenden Ausgabe Part 6 informieren wir Sie über 1PL / 2 PL / 3PL / 4PL/ 5PL und erfahren Sie mehr über die  3PL – Third Party Logistics Provider, echte «allround -maker».

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Welcome in the World of Supply Chain
World of Supply Chain ; Verhandlungen und Motivation im Einkauf
World of Supply Chain ; Digitale Vernetzung
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Der Betriebswirt und Supply Chain Manager, lebte in Deutschland, USA, HongKong und ab 2009 in der Schweiz. Seit über 25 Jahren verändert der passionierte Change Manager nicht nur die digitalen Landschaften im Einkauf und Supply Chain, sondern massgeblich auch in den angrenzenden Unternehmebereichen von KMUs und DAX notierten Unternehmen. Als langjährige Führungskraft war Hans-Dieter als Leiter Einkauf, Projektleiter, Kaufmännischer Leiter und Geschäftsführer weltweit tätig. Seine vielseitige Branchenerfahrung und sein breites und tiefgreifendes Wissen, hilft insbesondere KMUs im digitalen Wandel, Wissen aus der Wirtschaft und Wissenschaft für jeden verständlich und verfügbar zu machen. Seit Juni 2018 ist er als Co-Founder und COO bei morethandigital.info, der größten Wissensinitiative rund um Digitalisierung, im deutschsprachigen Raum tätig, wo er die operativen Geschäftsprozesse steuert.

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