Digitale Sichtbarkeit verstehen und selbst aufbauen

Warum ist die digitale Sichtbarkeit wichtig und wie kannst du digital sichtbar werden?

Wer nicht gesehen werden kann, kann auch keine Anfragen erhalten, weil niemand weiß, dass diese Person oder Unternehmen überhaupt existiert.

Wenn du unternehmerisch tätig bist, dann bist du auf Kunden angewiesen. Ohne Kunden wirst du keinen Umsatz erwirtschaften können. Damit die Kunden von dir kaufen können, ist es zwingend notwendig, dass sie wissen, dass du existierst. Wenn dies nicht der Fall ist, können sie gar nicht von dir und deiner tollen Dienstleistung oder Produkten profitieren.

Das bedeutet also, wer keine Sichtbarkeit hat, der existiert nicht am Markt. Wie denn auch? Wenn du nicht wüsstest, dass es morethandigital gibt, würdest du auch nicht diesen oder einen anderen Beitrag auf dieser Plattform lesen können. Daher ist es wichtig, dass deine Kunden von dir erfahren.

5 gute Gründe, warum die digitale Sichtbarkeit so wichtig ist.

Schon vor der Corona-Pandemie war es wichtig. Und gerade jetzt, in der Corona Zeit ist es ebenfalls wichtig, sich um seine digitale Sichtbarkeit zu kümmern und sich Gedanken zu machen.

1. Keine Sichtbarkeit, keine Umsätze

Wer nicht sichtbar ist, ist für den Kunden nicht existent. Das gilt nicht seit der Digitalisierung, sondern galt schon immer. Aus diesem Grund gibt es Marketing. Durch das Marketing machst du auf dich aufmerksam. Du zeigst, dass du existierst, dass du ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung hast und damit ein Angebot. Du zeigst, dass du mit diesem Angebot einer speziellen Zielgruppe helfen kannst.

Wenn du mit deinem Business wachsen möchtest, dann ist es unheimlich wichtig, dass du digital sichtbar wirst. Durch die digitale Sichtbarkeit wirst du die Möglichkeit haben, dass deine potenziellen Kunden von dir Kenntnis erlangen. Und dadurch können die passenden Interessenten auf dich zukommen und dein Angebot in Anspruch nehmen, sofern es für sie passend ist.

Aufgrund der steigenden digitalen Sichtbarkeit steigt die Nachfrage, sofern das Angebot für deine Zielgruppe relevant ist und dadurch steigt wiederum dein Umsatz. Genau aus diesem Grund, sind Unternehmen wie Facebook und Google, welche nichts anderes als eine Plattform für Werbung fungieren, heute milliardenschwer.

2. Digitalisierung schreitet stark voran

Spätestens mit dem Start des Internets für die allgemeine Bevölkerung und dem ersten Browser von Tim Berners Lee in 1993, wurde die Digitalisierung stärker befeuert. Dadurch konnte man auf Inhalte auf der ganzen Welt zugreifen. Damals nur ein Bruchstück von dem, was heute existiert. Unterstützt wurde dies später mittels des Erscheinens von DSL und damit den höheren Bandbreiten, was noch mehr Möglichkeiten bot.

Google hatte die Chance erkannt und übernahm ganz schnell die Dominanz der online Welt. Auch Amazon wurde zu dieser frühen Zeit (1994) gegründet, weil auch Jeff Bezos zahlreiche Möglichkeiten sah. Netflix (Gründung 1997) wollte den TV-Markt revolutionieren und konnte die Vormachtstellung in den letzten Jahren drastisch ausbauen. 2008 wurde das erste Smartphone von Apple veröffentlicht und damit der Handymarkt revolutioniert.

Und spätestens ab da ging es mit der Digitalisierung noch schneller voran. Die Cloud, soziale Medien wie Facebook (Gründung: 2009), YouTube (Gründung 2005) und noch einige mehr haben diese Chancen ebenfalls erkannt. Mehr und mehr Unternehmen und Personen sahen diese Möglichkeit und können heute von dem First-Mover oder Disrupter Status profitieren. All diese Unternehmen – und noch einige weitere – haben die digitale Sichtbarkeit ab der Stunde 0 genutzt, da, wo es noch nahezu unnötig war, zumindest von der Reichweite. Von der Positionierung war es ein Genie-Streich.

Der letzte große Schub kam mit der COVID-19 Pandemie. Plötzlich konnten viele Unternehmen in kürzester Zeit Prozesse und andere Dinge umsetzen, sodass sie digitaler wurden. Home-Office, Video Calls und andere Dinge der Zusammenarbeit mittels digitaler Möglichkeiten wurden nun ganz anders angesehen. Und einige Unternehmen haben dadurch die digitale Sichtbarkeit für sich entdeckt.

3. Prozesse besser analysierbar

Durch die digitale Sichtbarkeit, bzw. besser gesagt, durch das digitale Zusammenarbeiten können Prozesse besser analysiert werden. Gemeint sind hier vorrangig diejenigen Prozesse, die durch die digitale Sichtbarkeit profitieren. Das sind unter anderem Marketingmöglichkeiten wie auch Vertriebsprozesse. Denn, diese können viel klarer und besser definiert, analysiert und optimiert werden.

Aber nicht nur das, auch andere Prozesse, wie z. B. die Zusammenarbeit, die Kundenkommunikation, der Kundensupport, etc., können dank der Digitalisierung verbessert werden. Wer die digitale Sichtbarkeit für sich nutzt, kann zum Beispiel die Vertriebsprozesse komplett anders strukturieren. Auch der Kundensupport kann dadurch zum Beispiel via Twitter realisiert werden. Diese Vorgehensweise nutzen bereits verschiedene Unternehmen sehr erfolgreich.

4. Weniger Streuverluste

Wer Werbung via TV, Radio oder in Zeitungen schaltet, der freut sich zunächst über die große Reichweite, welche einem versprochen wird. Das Problem bei der Werbung über TV, Radio oder Zeitung ist der, dass der Streuverlust sehr hoch ist.

TV-Werbung lohnt sich ohnehin nur für diejenigen, die über ein großes Budget verfügen. Dann kann das Ergebnis über die TV-Werbung nur bedingt gut gemessen werden. Du weißt nicht, wie viele User tatsächlich dein Angebot aufgrund der TV-Werbung in Anspruch genommen haben.

Außerdem ist der Streuverlust viel zu hoch. Denn, wenn die Werbung ausgestrahlt wird, sehen dies viele Menschen. Ein großer Teil dieser wird vermutlich nicht deine Zielgruppe sein. Dadurch ist das größte Stück des Kuchens verschwendet. Außerdem kannst du diejenigen, die deine Werbung im TV ganz angesehen haben, nicht erneut ansprechen.

Videoanzeigen auf digitalen Plattformen wie z. B. Facebook, Instagram oder YouTube kannst du jedoch genau analysieren und diejenigen, die 60, 80 oder 100% des Videos gesehen haben, erneut ansprechen. Auch kannst du deine Zielgruppe, welche für dich relevant ist, digital deutlich besser ansprechen und schneller reagieren.

Dasselbe gilt auch für Radio. In der Zeitung geht deine Anzeige oft unter. Und für den Preis kannst du deine Werbung auf digitalen Plattformen oder es in deine digitale Sichtbarkeit viel besser investieren. TV und Radio Werbung für das Branding und Erhöhung des Bekanntheitsgrads kann jedoch hilfreich sein.

5. Mehr Möglichkeiten

Durch die Digitalisierung sind natürlich weitere Möglichkeiten entstanden. So kannst du dies auch für deine Marketingmaßnahmen nutzen. Mehr Möglichkeiten, weil du deine Zielgruppe ganz genau ansprechen kannst, du siehst sofort die Resultate, ob und wie sie auf deine Werbung, Texte, Bilder, Videos etc. reagieren. Du kannst sie wieder zurückholen (Remarketing) und du kannst sogar kostenlosen Traffic erhalten, wenn du deine Webseite bzgl. SEO optimierst oder andere kostenlose Marketingmöglichkeiten nutzt.

Außerdem kannst du auf Reaktionen schneller eingehen und du kannst überhaupt mit deiner Zielgruppe in Interaktion treten, besser kennenlernen und deine Produkte und Dienstleistungen anbieten. Das genaue Tracking hilft dir dabei, deine Ergebnisse zu optimieren.

Du kannst bestimmte Prozesse automatisieren, sodass du dir Zeit sparen kannst. Die Einsparungseffekte gehen noch weiter. Auch im Marketing kannst du dadurch Geld sparen und obendrein noch bessere Ergebnisse erreichen. Die Möglichkeiten sind aufgrund der Digitalisierung stark angewachsen.

Wie wirst du nun digital sichtbar?

Wenn du deine digitale Sichtbarkeit steigern oder überhaupt erst digital sichtbar werden möchtest, gibt es mehrere Möglichkeiten. Prüfe, auf welchen sozialen Medien deine Zielgruppe vertreten ist. Dann solltest du dein Profil auf den sozialen Netzwerken optimieren. Das bedeutet, ein schönes und professionelles Foto, gute und treffende Beschreibung deines Profils und Aufgabenbereichs und eine Positionierung überlegen, sofern du noch keine hast. Des Weiteren ist es wichtig, dass du dir eine Marketing-Strategie überlegst und diese dann Schritt-für-Schritt durchführen.

Das bedeutet, wenn du deine Zielgruppe kennst, erstelle anhand dieser Informationen einen Redaktionsplan. Sprich, welche Themen sind für deine Zielgruppe relevant? Und genau hierfür erstellst du den entsprechenden Content, damit du organisch zu mehr Reichweite kommst.

Wenn du schnellere Ergebnisse möchtest, kannst du bezahlte Werbung nutzen, um diese zu erhalten. Hierfür musst du deine Zielgruppe entsprechend gut kennen. Denn, diese musst du bei der Erstellung der bezahlten Werbung definieren. Mit einem passenden Text und Bild oder Video kannst du deine Message deiner Zielgruppe entsprechend vermitteln und sie ansprechen.

Wenn die interessierten Personen auf deine Seite gelangen, können diese – je nach Prozess – entweder ein Produkt direkt erwerben oder bei dir einen Termin buchen. Hier kommt es auf deine Strategie an.

Interviews, Webseite, Blog, Podcast, Social Media, YouTube und einiges mehr helfen dir genauso zu mehr digitale Sichtbarkeit und Reichweite.

Fazit zur digitalen Sichtbarkeit

Zusammenfassend kann man sagen, dass die digitale Sichtbarkeit ein sehr wichtiges Instrument in der heutigen Zeit ist. Gerade, weil du dadurch weniger Streuverlust hast und die Ergebnisse viel genauer und besser überwachen und analysieren, sowie deine Tätigkeiten hierfür optimieren kannst. Wer heute zu wenig oder gar nichts für seine digitale Sichtbarkeit tut, der darf sich nicht wundern, wenn die Konkurrenz ihn überholt.

Denn, wie zu Anfang schon gesagt, wenn du für deine Kunden nicht sichtbar bist, dann können sie auch nichts von dir kaufen.

Eugen Grinschuk ist Autor, passionierter Online Marketer und Berater. Auf seo-tech.de bloggt er über verschiedene Online Marketing Themen und gibt viel Mehrwert preis. Er testet gerne SEO und Online Marketing Tools und gibt Anwendern und Herstellern Tipps. Mit seiner Agentur, der DIVA Consulting, berät er seine Kunden hinsichtlich Online Marketing, speziell Performance Marketing, arbeitet Strategie und setzt diese für seine Kunden um.
Quelle Twitter CIO Wikipedia

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