6 erfolgreiche Methoden für Brainstorming & Ideenfindung

Hinter jedem erfolgreichen Unternehmen stecken tolle Ideen. Doch wie kommt man eigentlich zu diesen Ideen und wie kann man da etwas nachhelfen? Einige Ideen kommen weil jemand “von der Muse geküsst” wird, aber was macht der Rest der Bevölkerung? – Durch gezielten Einsatz von diversen Brainstorming Methoden kann die Ideenfindung auf hochtouren laufen. Wir zeigen hier die 6 erfolgreichsten Methoden.

Grunsätzliches für effizientes Brainstorming

Schon mal das wichtigste voraus: NICHT KRITISIEREN!!!
Beim Brainstorming mit diversen Leuten ist es wichtig alle Ideen als wertvoll und auch als Hilfe zu betrachten. Also Anfangs speziell nicht gleich kritisieren sondern diese Kontribution als wertvolle Zugabe betrachten, sonst verhindert man den Ideenfluss bevor er richtig beginnen kann, da jemand gehemmt ist.

Wahl des Teams für die beste Ideenfindung beim Brainstorming

Ein bedeutender Einflussfaktor für das effektive Brainstorming, sind natürlich die Gruppe. Die optimale Gruppengrösse ist zwischen 6 bis 12 Personen. Die Auswahl der Brainstorming Teilnehmer sollte möglichst gezielt gemacht werden.

Am besten geeignet sind Personen die:

  • positiv eingestellt sind gegenüber der Ideenfindung
  • den Wunsch haben dort dabei zu sein um die Idee zu entwickeln
  • die eine positive Einstellung gegenüber der Aufgabe an sich haben
  • flexibel und auch abstrakt denken können
  • starke und unabhängige Persönlichkeiten, da diese sich nicht von der Grupppe stark beeinflussen lassen
  • möglichst unterschiedliche Ausbildungen, Denkweisen (ob kreativ oder technisch) oder auch Erfahrungen haben

Die effektivsten Methoden fürs Brainstorming und für die Ausarbeitung von Ideen

1. Pinnwandkarten

Zwar würde man in Zeiten von Digitalisierung, hochentwickelten Plattformen und aufwendigen Plattformen diese Methode eher als überholt erachten, aber sie ist meiste noch einer der effektivsten. Hier werden einfach mit Hilfe von Karten und mit Pins die Ideen an die Wand gepinnt und ausgearbeitet.

Methode der Pinnwandkarten erklärt

Es werden diverse Fragen, Aufgabestellungen und Ziele kombiniert bei dem jeder eine Idee oder Antwort dazu per Karte auf die Wand pinnt oder zu einem anderen Post dazu.

Die Fragetechnik

Bei der Fragetechnik werden die “Ws” gebraucht. Dabei wird gezielt nach dem “Wer, Was, Warum, Wann, Wo, Weswegen?” gefragt. Dabei kann man fragen “Warum hat jemand das Problem X”, “Wer könnte Produkt Y brauchen?”, “Wo kann Technologie Z eingsetzt werden?

Die Umkehrtechnik

Hier spielt man bewusst das Gegenteil durch. Hier wird nicht gefragt “Wer könnte Produkt Y brauchen und warum?” sondern man stellt sich genau die gegenteilige Frage “Wer kann das Produkt Y NICHT brauchen und warum?
Dabei kann man auch wichtige Fragen klären wie es zum Beispiel nicht sein sollte um es dann effizienter zu machen.

Die Konjunktiv-Methode

Sich selbst keine Grenzen setzen und bewusst “out-of-the-box” denken. Bei der Methode versucht man bewusst Fragen zu stellen wie “Was müsste passieren, damit ….” oder “Unter welchen Umständen würde XYZ funktionieren?”. Das soll dabei helfen die Gedanken freier zu machen und so könnte man eventuell dann Möglichkeiten finden um das vorerst Unmögliche doch irgendwie zu vermöglichen.

2. Hemmingway-Notizbuch – Ideen zentral sammeln

Speziell sehr kreative Personen wisse, das Ideen nicht einfach so leicht hervorgerufen werden können und diese teils einfach spontan kommen. Ideen entstehen durch neue Einflüsse und neue Impulse die von aussen kommen. Es kann ein Spaziergang sein, eine Dusche, am Strand liegen oder auch das Gespräch mit leuten.

Methode des Hemmingway-Notizbuchs erklärt

Im Grunde ist es nichts anderes als ein Notizbuch oder einen Zettel mit Stift immer bei sich zu haben. Wichtig ist hierbei aber das man gezielt zwischen Problemen, Lösungen, konkreten Ideen, Prozessen, Geschäftsmodellen oder anderen Informationen unterscheidet. Dabei muss man aber auch regelmässig diese Notizen betrachten und auch durchlesen bzw. durchspielen.

Jeder hat eine Art und Weise wie er es kategorisiert, wie er es aufteilt und bearbeitet. Wichtig ist dabei jedoch zu beachten das die Ideen konsequent aufgeschrieben und auch durchgelesen werden müssen.  Da die Methode für jeden einzelnen eingesetzt werden kann und nicht an ein Team oder eine Zeit gebunden ist, wird daher empfohlen sich die Zeit zu nehmen es nochmals durchzuarbeiten.

3. Disney Methode

Die Disney Methode wird auch noch die Walt-Disney-Strategie genannt. ist eine Kreativitäts-Methode sowie auch Entscheidungshilfe in einem. Das ganze wird mit einem Rollenspiel realisiert.

Die Methode funktioniert am besten mit einem Team von 3-4 Leuten, kann aber auch alleine gemacht werden. Dabei werden verschiedene Rollen eingenommen und man lebt sich selbst in diese Rolle hinein.

  1. Der Träumer
    In der Rolle des Träumers versucht man ungezwungen von “realistisch” oder “praktisch” zu denken. Dabei will man möglichst kreative Ideen zu finden. Der Träumer ist sozusagen enthusiastisch, leidenschaftlich und denkt nicht an die Umsetzbarkeit.
  2. Der Realist und der Macher
    Die wichtigsten Elemente des Realisten sind die Neutralität sowie auch die Unvoreingenommenheit gegenüber von Themen. Dabei sollen die Kosten, die technische und praktische Umsetzbarkeit der Ideen betrachtet werden sowie auch die Kapazitäten von Teams, Technologien und die Zeit die benötigt wird für die Umsetzung. Der Realist muss dabei JEDE Idee umsetzen nach dem Motto “Ich setze alles um”
  3. Der Kritiker
    Kritische Hinterfragung, Worst-Case-Szenarios, unangenehme Wahrheiten, Abwägungen und das finden von Schwachstellen. Das ist die Rolle des Kritikers. Es ist wichtig dabei die Ideen genau abzuwägen und die Schwachstellen zu finden, die eine Umsetzung oder einen Misserfolg verursachen würden.
  4. Der Neutrale
    Die Methode funktioniert eigentlich auch mit den 3 Rollen (1-3), jedoch empfiehlt es sich, auch die neutrale Position eines Aussenstehenden anzunehmen. Dabei kann das ein Kunde, ein Lieferant, die Presse oder eine andere Stelle sein, die von aussen beobachtet.

Effektiv ist meistens eine bereits bestehende Idee oder eine kleine Anzahl bereits gefundener Ideen zu besprechen. Um den Rollentausch zu vereinfachen helfen kleine Mittel wie Verkleidungen, Stühle tauschen oder auch spezielle “Denkecken” bei denen die Personen sich leichter in die Rolle versetzen können um nicht vom Realisten in den Kritiker zu rutschen oder anders rum.

4. De Bono 6 Hüte Denken

Eine andere Methode für die Fortführung von Ideen und auch für die voll-umfängliche Betrachtung der Ideen ist die De Bono 6 Hüte Methode. Wie gesagt, ist diese weniger dafür geeignet komplett neue Ideen zu bekommen, daher verwendet ihr diese lieber auch wie die Disney Methode für wenige Ideen die noch weiter auszuarbeiten sind. Ideal ist diese Methode auch um einen Business Plan auf das nächste Level zu bringen.

Die De Bono 6 Hüte Methode erklärt

Die Methode der 6 Hüte ist sehr visuell getrieben. Es empfiehlt sich die verschiedenen Farben auch zu visualisieren die jeweils eine andere Eigenschaft haben. So sollten Karten, Papphüte oder andere Mittel genommen werden um die Aufgaben zu verteilen. Da die Methode aus 6 verschiedenen Rollen besteht, müssen auch 6 Personen in dem Kreis vorhanden sein und jeder bekommt einen “Hut” aufgesetzt. Die Aufgabe oder Idee wird dann mittels Flipchart oder Whiteboard für alle sichtbar aufgeschrieben.

  • Hut Blau – Der Moderator
    Er fasst alles zusammen was die verschiedenen Teilnehmer sagen. Schreibt die Punkte auf und sollte auch der Schriftführer sein.
  • Hut Gelb – Der Optimist
    Er denkt konsequent an den “Best Case” für die Idee. Es geht darum in allen Bereichen das optimale zu sehen. Egal ob Timelines, Budget, Markt, Kundenerwartungen etc.
  • Hut Grün – Der Denker
    Er darf in die breite denken. Er soll sich darauf konzentrieren neue Ideen einzubringen und “in der Breite” zu denken, anstatt in die Tiefe zu gehen wie die anderen.
  • Hut Rot – Der Emotionale
    Er darf emotional sein, sein Geschmack, seine Gefühle und seine Empfindungen und persönlichen Meinungen stehen dabei im Vordergrund.
  • Hut Schwarz – Der Kritiker
    Der Kritiker soll Schwachstellen finden, gezielt die Schwachpunkte ansprechen, Ideen kritisieren und auch negative Aspekte aufzeigen. Das “Worst Case Scenario” ist dabei seine Welt.
  • Hut Weiss – Der Objektive
    Für den Objektiven sind Zahlen, Fakten, Wissen, Zeitpläne, Beweise, Statistiken&Berechnungen zentral. Diese Person muss neutral sein und alle Entscheidungen dieser Person müssen beweisbar sein und notfalls müssen die Zahlen und Beweise eingefordert werden.

5. Business Model Canvas

Speziell um Ideen und Aspekte eines Business Plans auszuarbeiten ist das Business Model Canvas zu empfehlen. Dabei werden Schlüsselelemente betrachtet für ein erfolgreiches Geschäft. Alexander Osterwalder hat dieses Modell entwickelt und es ist mittlerweile einer der erfolgreichsten Modell um innovative Geschäftsideen aufzubauen oder auch um ein bestehendes Geschäftsmodell neu zu bedenken.

Hier ein Beispiel für das Business Model Canvas. Für die PDF-Version bitte klicken.

Business Model Canvas – klicken um PDF zu downloaden

Die wichtigsten Elemente sind dabei folgende:

  1. Schlüssel-Partner: Welche Partner kommen in Frage?
  2. Schlüssel-Aktivitäten: Welches sind die Aktivitäten die gemacht werden müssen, um das Geschäftsmodell umzusetzen?
  3. Nutzen-Versprechen: Welchen Nutzen und welche Vorteile haben Kunden, wenn diese die Produkte und Dienstleistungen kaufen?
  4. Kunden-Beziehungen: Wie können die Zielkunden gewonnen und gebunden werden?
  5. Kunden-Arten: Was sind die Zielkunden und Zielkunden-Gruppen?
  6. Schlüssel-Ressourcen: Welche Ressourcen braucht es und welche sind unverzichtbar?
  7. Vertriebs- und Kommunikationskanäle: Über welche Kanäle wird mit den gewünschten Zielkunden kommuniziert? Wie werden die Produkte und Dienstleistungen verkauft?
  8. Kosten: Was sind die wichtigsten Kostentreiber und ohne welche Kosten würde das Geschäftsmodell nicht funktionieren?
  9. Einnahmequellen: Wie wird Geld generiert? Woher kommt beim Geschäftsmodell das Geld?

Die Webseite Canvanizerhilft euch dabei das Geschäftsmodell online auszuarbeiten.

6. BusinessMindMaps & MindMaps für die Visualisierung von Ideen

Mind-Maps sind ein effizienter Weg um Ideen sowie auch das Brainstorming zu visualisieren. Dabei werden Ideen strukturiert dargestellt, was hilft es den Ideenfluss anzuregen.

Das einfachst vorgehen ist dabei den Hauptbegriff oder das Problem in die Mitte von einem Flipchart, Whiteboard oder auch einfach einem Blatt Papier zu schreiben. Dabei gibt es immer neue Äste für neue Gedankenstränge. Empfohlen wird dabei verschiedene Farben zu verwenden um die Unterkategorien besser erkennen zu können.

Hier ist ein Beispiel das Zeigt wie eine Mindmap aufgebaut werden kann:

Zusammenfassung
6 erfolgreiche Methoden für Brainstorming & Ideenfindung
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6 erfolgreiche Methoden für Brainstorming & Ideenfindung
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Es gibt viele verschiedene Mittel und Wege um Ideen zu bekommen oder diese auszuarbeiten. Dabei ist es hilfreich geeignete Methoden zu verwenden um diese Ziele effizienter zu erarbeiten. Wir haben die 6 effizientesten zusammengstellt und für euch erklärt.
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Benjamin Talin

Entrepreneur und Tech-Enthusiast. Gründer der Helm 361 Gruppe mit starkem Fokus auf Digitalisierung, Digital Transformation, Start-Ups sowie innovative Business Modelle. Immer auf der Suche nach neuen Interims-Mandaten sowie spannenden Projekten.

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