Online Lernen & eLearning – konstantes lernen jederzeit und überall!

Wie mit Hilfe von E-Learning das lebenslange Lernen unterstützt wird.

In diesem Blog Post gehen wir auf diese und weitere Fragen ein und geben nützliche Tools und Informationen für Privatpersonen wie auch Unternehmen, die Online Lernen für sich anwenden möchten.

Was ist online lernen?

Zuerst einmal soll Klarheit über die verschiedenen Begriffe geschaffen werden. Im Folgenden eine kurze Übersicht:

  • Online Learning
    Methode für das zeit- und orts-unabhängiges Lernen mit Hilfe von digitalen Medien, wird häufig auch als Synonym für E-Learning genutzt.
  • E-Learning (gemäss Wikipedia)
    Oberbegriff der sämtliche Formen des Lernens zusammenfasst, bei denen elektronische oder digitale Medien für die Präsentation und Distribution von Lernmaterialien und/oder zur Unterstützung zwischenmenschlicher Kommunikation zum Einsatz kommen. Obwohl es keine feste Definition des Begriffes gibt, können folgende vier Merkmale identifiziert werden:
    1. Interaktivität – der Nutzer hat Eingriffs- und Steuerungsmöglichkeiten
    2. Multicodalität – Unterschiedliche Codierung von Informationen in Text, Bild, Animationen oder Simulationen
    3. Multimedialität – Einsatz von verschiedenen digitalen Medien wie eBooks, Videoplayer, Audioplayer, Hörbücher oder e-Lectures
    4. Multimodalität – Verschiedene Möglichkeiten die Informationen über Sinnesorgane aufzunehmen
  • EdTech
    Unter EdTech versteht man den Einsatz von technologischen Ressourcen und Prozessen zur Verbesserung der Bildung. Diese können im Klassenraum oder aber auch entfernt genutzt werden.
  • Online Kurse
    Bei einem Online Kurs handelt es sich um eine Reihe von Lehrveranstaltungen zu einem bestimmten Thema, welche online vermittelt werden und zum Ziel haben, eine Qualifikation zu erreichen.
  • Distance Learning
    Im Unterschied zu Online Learning, welches sich auf die Methode des Lernens fokussiert, bezieht sich Distance Learning auf die Ausbildung von Schülern, die nicht physisch in einer Schule anwesend sind.

Dies sind nur einige der wichtigsten Begriffe kurz erklärt. Die weitern Begriffe die folgen, können den hier genannten untergeordnet werden. Der Einfachheitshalber wird der Begriff E-Learning als allumfassenden Begriff für das Online Lernen genutzt.

Methoden und Technologien von E-Learning

Nun da die Begriffe erklärt wurden, werden wir uns den verschiedenen Methoden und den darunterliegenden Technologien des E-Learning widmen. Obwohl man grundsätzlich verschiedenen digitalen und online Medien für das Lernen nutzen kann, gibt es auch in der Art und Weise, wie diese eingesetzt werden, Unterschiede. Diese können wie folgt beschrieben werden:

Web- und Computerbasiertes Lernen: Beim Computerbasierten Training handelt es sich um Kurse und Instruktionen, bei welchen der Hauptlieferant der Computer ist. Dabei wird ein Lernprogramm (Lernsoftware) installiert mit multimedialen Lerninhalten. Hierbei lernen die Nutzer zeit- und ortsunabhängig und stehen nicht im Kontakt mit dem Lehrenden oder anderen lernenden.
Das Computerbasierte Lernen wurde durch Webbasiertes Lernen erweitert, wobei das Lernangebot durch den netzbasierten Baustein erfolgt. Der Unterschied besteht darin, dass die Lerninhalte nicht mehr auf Datenträger sind, sondern auf Webservern und online abgerufen werden können.

Lernplattformen: Die Weiterentwicklung des Webbasierten Lernen sind die Lernplattformen, die es neben dem Lernen ermöglicht in Chat Gruppen und Foren sich auszutauschen. Somit kann das Gelernte im Austausch gefördert werden.

Teleteaching/Videokonferenz: Ermöglicht die Kommunikation von Lernenden und Lehrenden durch die Übertragung von Ton und Bild. Obwohl die Lernenden räumlich getrennt sind, kann dank dieser Methode ein der Präsenzlehre ähnliches Lernen ermöglicht werden.

eVideo: Mit Hilfe von Videos, die z.T. auch basierend auf Videokonferenzen erstellt werden, können die Lerninhalt mit Bild und Ton übermittelt werden. Diese Videos werden somit als Informations- und Kommunikationsmedium wahrgenommen und ermöglichen eine hohe Skalierbarkeit der Lerninhalte.

Simulationen: Simulationen sind interaktive Visualisierungen von realen Situationen, die durch das verändern von sinnvollen Parametern und Bedingungen dem Lernenden die Auswirkung aufzeigt. Durch das freie oder gezielte Experimentieren und Beobachten hat der Nutzer die Möglichkeit, das Wissen sich strukturell anzueignen. Oft werden Simulationen dort eingesetzt, wo die Abbildung der realen Situation zu kostspielig oder zu gefährlich ist.

Game Based Learning: Unter Game Based Leraning (GBL) versteht man die Vermittlung von Wissen oder das Lernen von spezifischen Fähigkeiten mit Hilfe von computerbasierten Spielen. Durch die spielerischen Elemente wird die Motivation und Freude des Lernenden erhöht, das Interesse geweckt und den Lernenden zum Weiterlernen inspiriert. GBL integriert den Lerninhalt mit dem Spielmechaniken.
Abgrenzung Gamification: Im Unterschied zu GBL wird bei Gamification Spielmechaniken in einem Nicht-Spielkontext angewendet um ein gewünschtes Verhalten voranzutreiben. So werden z.b. Auszeichen vergeben, wenn Lernziele erreicht werden.

Auch hier werden nur die bekanntesten und wichtigsten Methoden und Technologien erklärt, es gibt durchaus weitere Methoden und Technologien, auf welche hier nicht weiter ins Detail eingegangen wird.

Formen des E-Learnings

Mit Hilfe dieser diversen Technologien können unterschiedliche Formen von E-Learning angewendet werden. Eine der bekanntesten Formen ist die virtuelle Lehre. Dabei wird vorrangig das Internet genutzt um den Inhaltsstoff zu lernen und es findet kein Präsenzunterricht statt. Dazu gehören Webinare, videobasierte Kurse oder aber auch Podcasts.

Unter Blended Learning versteht man die Verknüpfung von Präsenzunterricht mit virtuellem Lernen. Eine weitere Möglichkeit ist das Content Sharing, wobei Lerninhalte online ausgetauscht werden. Mit Hilfe von Learning Communities können Personengruppen, mit gleichem fachlichen Interessen über Kommunikationsplattformen gemeinsames Wissen aufbauen, wobei jeder sein Wissen einbringen kann und so den gemeinsam Lernprozess erweitern.

Der Begriff Web Based Collaboration beschreibt die Zusammenarbeit an einer Lernaufgabe online. Zusätzlich können zum Beispiel Interaktive Whiteboards genutzt werden um gemeinsame Skizzen zu erstellen und zu betrachten. Für das Unterrichten von geographisch getrennten Schülern eignet sich das Virtuelle Klassezimmer. Abschliessend ist die Methodes des Mikrolernens zu erwähnen, wobei die Lerninhalte durch kleine Einheiten häufig über Mobiletelefone vermittelt werden.

Abschlüsse und Anerkennung von E-Learning

Ob ein Abschluss oder ein Zertifikat im eigenen Land anerkannt wird, soll möglichst vor dem Antritt eines Kurses abgeklärt werden, um spätere Enttäuschungen zu verhindern. In der Schweiz kann man sich auf der Website des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation SBFI informieren. Viele Online Kurse und Angebote können heute gratis bezogen werden und nur für den Abschluss oder das Zertifikat muss entsprechend bezahlt werden. Aber auch hier sein Vorsicht geboten, ob sich das Zertifikat auch für die weitere Berufslaufbahn lohnt. Es gilt daher, sich erst mit dem Arbeitgeber abzusprechen, ob ein durch online Kurse erworbenes Zertifikat für die berufliche Weiterentwicklung lohnt und unterstützt wird oder nicht.
Ist man auf der Suche nach einem Karrierewechsel mit E-Learning, ist auch hier empfohlen mit zukünftigen Arbeitgebern oder dem SBFI abzuklären, inwiefern ein Abschluss anerkannt wird.

Grundsätzlich können Abschlüsse, auch wenn nicht anerkannt, in Lebensläufen und LinkedIn Profilen erwähnt werden, sollten diese den momentanen Werdegang unterstützen. So zeigt man einem zukünftigen Arbeitgeber auf, dass man sich weiterbildet und interessiert ist, sein Wissen und seine Fähigkeiten zu erweitern.

Vorteile und Nachteile von E-Learning

E-Learning ist nicht für jeden geeignet. Diese folgenden Vor- und Nachteile sind deshalb nur eine Auflistung einiger Punkte die in Frage kommen:

Vorteile:

  • Zeit- und ortsunabhängiges Lernen
  • Selbstbestimmtes Lernen und Zeiteinteilung
  • Grosse Themenauswahl
  • Kostengünstig
  • Gleichbleibende Qualität des Unterrichtsmaterial

Nachteile:

  • Erfordert hohe Selbstdisziplin
  • Fehlender oder verminderter Austausch mit anderen Lernenden
  • Wenig Möglichkeiten für Rückfragen, oft verzögerte Antworten
  • Unsicherheit ob Zertifikat anerkannt ist
  • Technische Voraussetzung sind nötig

Schlussfolgerung

E-Learning offerierte viele verschiedene Möglichkeiten sich ständig und überall Weiterzubilden. Die unterschiedlichen Methoden erlauben es, für jeden ein passendes Format zu finden. Bevor man sich jedoch für E-Learning entscheidet, sollte man sich über den Nutzen und das Ziel im Klaren sein. Dabei sollte man sich fragen, ob die Weiterbildung lediglich dem eigenen Interesse dient oder es dem weiteren Schritt in der Karriere oder gar einem Karrierewechsel dienen soll (siehe auch Mitarbeiterentwicklung digital oder analog). Auf diesem Entscheid basierend ist es einfacher den richtigen Kurs und das entsprechende Format zu wählen. Zu beachten sind die Laufzeit der Weiterbildung, den zeitlichen Aufwand und die finanziellen Ressourcen die man bereit ist zu investieren. Nicht ausser Acht gelassen werden darf die Anerkennung des Zertifikats oder Abschluss. Sollte man noch nie einen online Kurs zuvor absolviert haben und ist sich nicht sicher, ob diese Form des Lernens überhaupt zu einem passt, empfiehlt es sich mit einem einfach kostengünstigen Kurs zu beginnen.

Happy e-learning!

Auswahl von e-Learning Angebote:

Codecademy: Online programmieren lernen 

Coursera: Erlangen von Fähigkeiten, Zertifikate und Abschlüsse online in Zusammenarbeit mit Universitäten und Unternehmen

EdX:  Über 2500 online Kurse von weltweiten Universitäten

LSE: London School of Economics and Political Science offeriert kurze und zertifizierte Kurse online an

Microsoft: Trainings und Zertifizierungen für Microsoft Produkte

Mooc: Erschwingliche und flexible Möglichkeit, neue Fähigkeiten zu erlernen, und die Karriere voranzutreiben

Salesforce: Ausbildungen zur Zertifizierung von verschiedenen Salesforce Positionen

Udemy:  Die weltweit grösste Auswahl von Online Video Kurse

Udacity: Tech Ausbildungen in Zusammenarbeit mit Tech Unternehmen

Priska hat über 15 Jahre in der Finanzindustrie gearbeitet, wo sie nationale und internationale IT-Projekte für Großbanken mit großem Erfolg geleitet hat. Ihre Karriere in der IT-Welt begann sie als Quereinsteigerin in die Software Entwicklung. Ihre Fähigkeiten und ihr Fachwissen ermöglichten es ihr, nicht nur für internationale Projekte zu arbeiten, sondern auch in Hong Kong verschiedene Rollen im Projekt- und Produktmanagement zu übernehmen. 2016 verließ sie die Finanzindustrie, um sich auf den Aufbau ihres eigenen Unternehmens zu konzentrieren. Als Geschäftsführerin SKILLS FINDER AG und von TechFace setzt Priska ihre Erfahrung, ihr Wissen und ihre Leidenschaft ein, um Frauen zu unterstützen eine zielgerichtete Karriere in der Technologiebranche zu verfolgen, und sie mit Unternehmen zu verbinden, die sich für Vielfalt und Integration einsetzen. Darüber hinaus half sie beim Aufbau von "Girls in Tech Switzerland", einer globalen Non-Profit-Organisation mit dem Ziel, Frauen für die Tech Industrie zu gewinnen und zu halten.

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