Bitcoin als Revolution – und was dann?

Am Anfang stand der Bitcoin

Bitcoin ist bekanntlich die Mutter aller Kryptowährungen und die erste ausgereifte, öffentliche Anwendung der Blockchain-Technologie. Eigentlich wurde Bitcoin vom Pseudonym Satoshi Nakamoto – man weiss bis heute nicht ob es sich bei Satoshi Nakamoto um eine Einzelperson oder um eine kleine Gruppierung von Computer-Freaks handelt – mit dem Ziel programmiert, Werteinheiten «spielerisch» übers Internet von Nutzer zu Nutzer ohne die Hilfe einer Bank oder sonstiger Drittpersonen zu übertragen. Es funktionierte, und man verbreitete diese neue Technologie zuerst in einer kleinen Insidercommunity. Niemand konnte damals erahnen welche Ausmasse diese Erfindung annehmen wird!

Der Einfluss von Bitcoin auf unsere Gesellschaft

Dieses Ausmass, das Blockchain auf dem Vormarsch ist, wird nun immer offensichtlicher. Die Menschheit war auf diese Errungenschaft nicht vorbereitet, und nun schiessen die Entwicklungen und Innovationen grösstenteils unkontrolliert in alle Richtungen. Praktisch jedes Geschäftsfeld ist davon betroffen, es gibt nichts was nicht über eine Blockchain abgewickelt werden könnte. Sogar die Natur kann mit Hilfe der Blockchain Technologie «gesteuert» werden. Ein interessantes Projekt beinhaltet die Selbstverwaltung eines Waldes. Dabei sendet jeder einzelne Baum mittels Sensoren Daten, welche in einer Blockchain gespeichert werden. Durch den Einsatz von Smart Contracts werden dann entsprechende Befehle ausgelöst, wenn zum Beispiel der Baum am Absterben ist. Dann weiss der Förster frühzeitig, dass dieser Baum gerodet werden muss. Wer mehr zu diesem Projekt erfahren will kann sich hier informieren. Finanziert wird dann das Ganze mit einer eigens dafür geschaffenen, in der Blockchain festgehaltenen Kryptowährung.

Blick in die Kristallkugel

Durch den rasanten technologischen Fortschritt liegt es nahe, dass eines Tages, wenn sich unsere Gesellschaft längst an diese Technologie gewöhnt hat, nicht mehr nur von Bitcoin gesprochen wird. Dann sind wie vorher beschriebene Projekte nicht mehr Forschungsgrundlagen, sondern Realität. Was heute noch spektakulär, revolutionär und innovativ mit Bitcoin assoziiert wird, ist in den Köpfen der Menschen – aus Sicht des Autors und mit Blick in eine Kristallkugel – bereits im Jahr 2025 (hört sich nach Science-Fiction an, ist aber bereits in 7 Jahren der Fall) nicht mehr vorhanden.

Die Evolution und Etablierung von Kryptowährungen

Heute sind Bitcoin und der damit verbundene Begriff Kryptowährung in aller Munde. Noch vor 2 Jahren waren diese Begriffe praktisch allen Menschen noch unbekannt, und der immense Nutzen, welcher die Blockchain-Technologie mit sich bringt, noch gar nicht absehbar. Wie es nun im Jahr 2017 um dieses Thema steht, wissen inzwischen nicht nur die Abonnenten und Leser von MTD.

Diese Bekanntheit und Vertrautheit haben nun dazu geführt, begünstigt durch eine weltweite Niedrigzinspolitik der Banken, dass sich der spekulative Handel allmählich in die Richtung der digitalen Werte verschiebt. Im Wissen, dass der Grundgedanke eines Bitcoins eigentlich darin liegt, nicht ein Spekulationsobjekt, sondern ein günstiges und Banken unabhängiges Zahlungsmittel zu sein, welches nicht von Staaten und Zentralbanken kontrolliert werden kann, entstehen daraus immer wieder vielversprechende «Coins».

Meistens sind dies Ableger oder leicht abgeänderte Kopien von Bitcoin wie z.B. Litecoin, Ripple oder BitcoinCash. Andere wie z.B. Ethereum haben eine komplett neue Blockchain programmiert. Inzwischen existieren über 800 ernstzunehmende und brauchbare Kryptowährungen, und alle haben eine mehr oder weniger unterschiedliche Funktion in der Gesellschaft. Gemeinsam haben sie alle, dass diese nur digital existieren, ohne Hinterlegung von echten, physischen Werten.

Interessant sind daher auch Kryptowährungen, welche – analog dem Goldstandard von Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts – reale Werte hinterlegen, wie zum Beispiel die Hybrid-Kryptowährung V-Coins. Durch diese Kombination moderner, digitaler Technologien mit klassischen, bekannten Werten wie z.B. Edelmetallen, Immobilien, etc. kann eine Währung auch tatsächlich als stabiles und globales Zahlungsmittel dienen, ohne dass sie – getrieben durch Spekulationen – extremer Volatilität ausgesetzt ist. Ob dies nun der richtige Ansatz für die Zukunft ist lässt sich nur sehr schwer erahnen – wie damals, als der Bitcoin in Umlauf kam. Eins ist aber bei dieser rasanten Entwicklung auf jeden Fall garantiert: Im Jahr 2025 sind Kryptowährungen so alltäglich wie der heutige Gebrauch eines Smartphones.

 

    In einer noch sehr jungen Branche habe ich mich seit knapp 2 Jahren intensiv weitergebildet und immer mehr die Möglichkeiten mit der Blockchain-Technologie erkannt. Blockchain ist nicht nur für Kryptowährungen relevant. Sie hat sogar das Potenzial sämtliche Bereiche unserer Gesellschaftsordnung umzukrempeln. Und auf diesem Weg möchte ich unsere Leser begleiten.

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