Geo-fencing – Möglichkeiten im digitalen Marketing

Wie man mit Hilfe von Geo-fencing neue Möglichkeiten im Marketing nutzen kann

Viele Smartphone-Nutzer verwenden ortsbezogene Dienste und erlauben somit den Zugriff auf die Bekanntgabe ihres Standortes. Sei es für die Suche der richtigen Pizzeria oder nach einem Supermarkt, bei dieser Suche können die sogenannten Location-based-Services eine große Unterstützung sein, genau hier kommt Geo-fencing ins Spiel.

Was ist Geo-fencing?

Unter diesem Wort wird generell die automatische Auslösung einer bestimmten Aktion durch die Betretung einer erdachten bzw. begrenzten Zone an der Oberfläche der Erde verstanden. Im Bereich des Location-based Marketing (Marketing, das speziell für gezielte Ansprache an bestimmten Standorten, Häuserblöcken, Städten etc.) handelt es sich bei diesem Vorgang um eine Marketingnachricht die an den Kunden geschickt wird.

Geo-Fencing Beispiel Zürich

Wie im Bildbeispiel oben eingezeichnet, sieht man wie solche Bereiche definiert sein könnten. Beispielsweise hat ein Anbieter die Möglichkeit, überall an den Orten seiner Filialen einen Geo-fencing Bereich zu erstellen.  Bewegt sich eine Person, welche die entsprechende App installiert hat, in einen dieser Umkreise, so erhält dieser in irgendeiner Form eine digitale Nachricht auf seinem Smartphone. Die Benachrichtigung kann dabei auch via Push-Meldung, E-Mail oder SMS erfolgen und diverse Inhalte wie Aktionen, Coupons oder allgemeine Hinweise enthalten.

Die Voraussetzung für den Einsatz dieser Technik ist jedoch, dass der Nutzer die entsprechende App auf seinem Handy installiert hat und Ordungsdienste freigegeben hat. Wäre dies nicht der Fall, so könnte die Position der Person und seines Handys logischer Weise nicht mehr erfasst werden.

Der vorteilhafte Aspekt der genauen Bestimmung des Bewegungsmusters der Kunden kann auch anders genutzt werden. Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, die Zone für Geofencing so nahe wie möglich im Bereich der Konkurrenz zu platzieren. Befindet sich ein potenzieller Kunde auf den Weg zum Konkurrenten, so bekommt dieser eine Nachricht auf seinem Smartphone und wird durch mögliche Rabatte, etc. von der Konkurrenz weggelockt. Die Szenarios für den Einsatz sind natürlich denkbar gross und haben auch diverse Implikationen für das Marketing gesamthaft, jedoch sind auch rechtliche Probleme damit verbunden.

Schattenseiten von Geo-fencing

Das genaue Tracking der Wege der Kunden sowie auch das potentielle Abwerben von Kunden durch location-based Marketing kann zu rechtlichen Konsequenzen führen. Grundsätzlich kann die Sendung von Push-Nachrichten je nach Nutzer auch als Belästigung angesehen werden und sollte bedacht angepasst werden, um seine Kunden nicht zu verschrecken. Zudem ist noch in Klärung, ob die Platzierung einer Geofencing-Zone im Bereich des Konkurrenten zulässig ist, wichtig da es sonst zu rechtlichen Problematiken kommen kann.

Grundsätzliche Gedanken zu Geo-fencing

Letztendlich kann Geo-fencing als zulässig angesehen werden, sofern es nicht gezielt die Kunden der Konkurrenz abwirbt bzw. zu einer gezielten Beeinflussung deren Kundenstammes führt. Trotz dieser Punkte handelt es sich bei Geo-fencing um ein äußerst produktives Tool für den Bereich Marketing. Speziell im Anbetracht des veränderten Kundenverhaltens sowie der extensiven Nutzung von mobilen Technologien wird diese Art des Marketings immer wichtiger werden. Speziell, wenn man über die Erstellung einer eigenen App nachdenkt, sollte man über solche Möglichkeiten nachdenken.

Immer schön digital bleiben!

Gründer von MoreThanDigital.info und 11-facher Serien-Unternehmer seit er 13 Jahre alt ist. Als Gründer von 361consult, helm361, digitalPOS und weiterer Projekte schlägt sein Herz für Innovation und Disruption. Als Berater und Advisor hilft er Firmen, Regierungen sowie Organisationen in der Digitalisierung. Regelmässig ist er weltweit als Keynote Speaker unterwegs, um möglichst viele für Innovation und digitale Transformation zu begeistern und um aufzuklären.

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