Influencer Marketing: 5 Tipps für Unternehmen

Wie können Unternehmen sich mit dem Thema "Influencer Marketing" auseinandersetzen

Influencer Marketing: eine Einführung

Influencer sind in den Medien seit einigen Jahren präsent. Insbesondere für Unternehmen lohnt sich die Zusammenarbeit. Schließlich können Firmen durch Influencer Marketing die Reichweite und die Verkäufe schlagartig ansteigen. 

Doch für Unternehmer gibt es einige Fallstricke zu beachten. Ansonsten können Kooperationen schnell keine Effekte hervorrufen. Das führt dazu, dass Influencer Kampagnen dann nur Geldverschwendung sind.

Werbeziel festlegen

Nicht jede Influencer Kampagne ähnelt dem nächsten Vorhaben. Wie Unternehmen sich mithilfe von Influencer Kampagnen vermarkten, hängt letztendlich auch vom Werbeziel ab. Folgende Werbeziele sind meistens für Unternehmen interessant:

  • die Steigerung der Verkäufe
  • das Schaffen eines Markenbewusstseins
  • das Wachstum der Social Media Präsenz (Follower, Interaktionen, etc.)

Je nach Werbeziel können sich für Unternehmen andere Influencer anbieten.

Die Auswahl der richtigen Influencer

Für Unternehmen ist die Selektion der passenden Influencer die größte Herausforderung. Nur wer hier richtig agiert, kann eine erfolgreiche Influencer Kampagne umsetzen.

Folgende Merkmale können einen Aufschluss über das Erfolgspotential eines Influencers geben:

  • Interaktionsrate
  • Anzahl der Follower
  • Überprüfung der Fake Follower
  • bisherige Kooperationspartner

Vor allem die Interaktionsrate ist ein wichtiges Kriterium für Unternehmen. Je höher der Anteil der Follower ist, die mit den Inhalten interagieren, desto wertvoller ist der Influencer.

Aber auch die Anzahl der Follower ist entscheidend und hängt von der Art der Werbekampagne ab. Wenn Unternehmer Kosten gering gehalten wollen, macht es mehr Sinn auf Mikroinfluencer zurückzugreifen.

Mikroinfluencer sind je nach Definition Influencer mit einer Reichweite von weniger als 20 – 50 Tausend Followern.

Für Unternehmen hat dies den Vorteil, dass die Mikroinfluencer:

  1. häufig kein Geld verlangen und
  2. eine höhere Interaktionsrate aufweisen.

Falls sich ein Influencer doch einmal als Reinfall herausstellen sollte, ist das Risiko nicht so groß.

Fake Follower finden

Fake Follower sind eines der größten Probleme für Unternehmen. So entpuppen sich 50.000 Follower schnell als 5.000 reale Follower. Die anderen 45.000 Follower sind Bots, die vom Influencer hinzugekauft wurden.

Für viele Unternehmer ist es schwierig herauszufinden, welche Influencer wirklich Nutzer erreichen – und nicht nur Bots.

Fake Follower lassen sich feststellen, indem Nutzer:

  • selbstständig die Follower überprüfen und
  • über Instagram Tools das Wachstum des Influencers nachverfolgen.

Konditionen vereinbaren

Unternehmern ist es zu empfehlen, einen Vertrag mit dem Influencer abzuschließen. Nur so kann sichergestellt werden, dass bestimmte Regeln eingehalten werden. Zu den rechtlichen Vorgaben können:

  • die Rechte an den Bildern,
  • die Anzahl der zu veröffentlichenden Inhalte und
  • eine Aussage zu den Fake Followern gehören.

Insbesondere der letzte Punkt ist relevant. Beispielsweise kann man den Influencer verpflichten zu versichern, dass dieser keine Follower hinzugekauft hat.

Das ist sinnvoll, falls sich Unternehmen bezüglich der Risiken absichern wollen.

Beispiele für erfolgreiche Influencer Kampagnen

Der theoretische Teil ist nun abgehakt. 😉 Daher gibt es jetzt einen Überblick, welche Vorteile Influencer Kampagnen in der Praxis bieten.

Es ist wichtig, dass Social Media Verantwortliche keine Influencer von vorne herein ausschließen. Vor allem die unscheinbaren oder unpassenden Partner können einer Kampagne einen Schub verleihen.

Als Beispiel dafür gilt die Uhrenmarke Daniel Wellington.

canadianbros - Influencer Campagne für Daniel Wellington
Bild: Influencer Kampagne für Daniel Wellington Source: canadianbros.com

Daniel Wellington ist bekannt für die Kooperationen mit Mode und Reise Influencern. Das die Marke aber auch mit CanadianBros kooperiert, scheint auf dem ersten Blick unverständlich. Schließlich handelt es sich bei CanadianBros um ein Instagram Profil von den Hunden Jasper und Louie.

Obwohl Hundeliebhaber auf dem ersten Einblick nicht die Zielgruppe für einen Uhrenhersteller sind, funktioniert die Strategie.

Kurz und knapp:  Daniel Wellington hat eine neue Zielgruppe erreicht, da das Unternehmen mit einem überraschenden Partner zusammengearbeitet hat. Dies zeigt, dass Marken die Komfortzone verlassen müssen, um voranzukommen.

Ein weiteres Beispiel für eine erfolgreiche Kampagne mit Influencern ist die Hotelmarke St. Regis. Diese ist vor allem für eine Zielgruppe bekannt, die den Luxusreisenden in den Mittelpunkt stellt.

Das Unternehmen hat sich das Ziel gesetzt die Zielgruppe um Familienreisende zu erweitern.

Die wichtigste Erkenntnis: Ein verheiratetes Ehepaar mit Kindern denkt zuerst nicht an einen Luxusort. Mithilfe einer bekannten Mamabloggerin konnte sich die Marke für eine sekundäre Zielgruppe öffnen. Partnerschaften wie diese ermöglichen es andere Zielgruppen zu erschließen, ohne existierende Kunden zu verärgern.

Influencer Marketing: Zusammenfassung

Die Zusammenarbeit mit Influencern kann für Unternehmen viele Vorteile generieren. Die Auswahl der richtigen Influencer ist jedoch eine Herausforderung. 

Die Interaktionsrate, die Anzahl der Follower sowie eine Überprüfung hinsichtlich der Fake Follower sind ausschlaggebend.

Nur wer diese Faktoren beachtet, wird mit einer Influencer Marketing Kampagne Erfolg haben. Dabei ist es auch wichtig Wagnisse einzugehen, um der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sehen. 

Es lohnt sich auf andere Influencer zuzugehen und nicht nur die die bekannten Mode und Fashion Influencer in Betracht zu ziehen.

Niklas Hartmann, Head of Influencer Marketing, setzt sich mit den neusten Instagram Trends auseinander. Dabei ist er für die Realisierung von Kampagnen und die Verhandlung mit Influencern zuständig. Der Social Media Experte konzentriert sich vor allem auf E-Commerce Unternehmen. Im Rahmen seiner Tätigkeit bei ReachOn hat er Instagram Shopping für sich entdeckt.

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