Hyper Automation erklärt – Es ist mehr als RPA

Hyper Automation als der nächste Schritt nach der digitalen Transformation.

Erfahren Sie, was Hyper Automation als ganzheitlicher Rahmen für die intelligente Verknüpfung von Technologien und strategischen Konzepten ist.

Hyper Automation ist die nächste Stufe der digitalen Transformation. Während Technologien wie Gen AI und Co. aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind und einen regelrechten Hype erleben, ist der Begriff Hyper Automation noch nicht so geläufig.

Dabei handelt es sich eigentlich nur um eine konsequente Weiterentwicklung der bereits vorhandenen Möglichkeiten, denn bei Hyper Automation geht es darum, einen ganzheitlichen Blick auf die Geschäftsprozesse zu werfen, Potenziale aufzudecken und dann strategisch an die Problemlösung heranzugehen. Dieser Ansatz ist weder neu noch außergewöhnlich.

Neu ist dabei, dass Technologien wie Künstliche Intelligenz, Robotergesteuerte Prozessautomatisierung (RPA) und Low-Code/No-Code-Plattformen und Process Mining kombiniert werden, um komplexe und repetitive Prozesse zu automatisieren. Dies geschieht im Rahmen einer übergeordneten Unternehmensstrategie.

Der Fokus liegt darauf, Prozesse effizienter, präziser und skalierbarer als bisher zu gestalten.

Die Unternehmen profitieren von sinkenden Kosten, verbesserter Transparenz und gesteigerter Innovationskraft.

Für die Unternehmen bedeutet Hyper Automation nicht nur Wettbewerbsvorteile, sondern auch eine strategische Grundlage für eine agile und zukunftsfähige Unternehmenskultur und nicht zuletzt eine Antwort auf den Fachkräftemangel, der uns in Deutschland mit voller Wucht und branchenübergreifend trifft.

Abgrenzung zu Automation

Automatisierung gilt seit Jahren als integraler Bestandteil effizienter Unternehmen. Organisationen aller Größen und Branchen nutzen sie, um die Effizienz zu maximieren, die Genauigkeit ihrer Prozesse zu verbessern und wertvolle Mitarbeiterressourcen von zeitaufwändigen und sich wiederholenden Routinetätigkeiten zu entlasten.

Während die Vorteile der Automatisierung seit langem bekannt sind, rückt die Ausweitung dieser Möglichkeiten auf bisher nicht automatisierte Bereiche zunehmend in den Fokus. Die Grenzen zwischen automatisierbaren und nicht automatisierbaren Aufgaben verschwimmen zunehmend.

Mit fortschreitender Digitalisierung werden operative Effizienz, datenbasierte Business Intelligence, Wissensmanagement und positive Mitarbeitererfahrungen zu entscheidenden Wettbewerbsvorteilen.

Hyper Automation – Update für bestehende Automatisierung

Hyper Automation geht über die herkömmliche Automation hinaus und markiert den nächsten Meilenstein digitaler Geschäftsstrategien. Während reguläre Automation einfache, eigenständige Aufgaben, die oft als aufgabenorientierte Automation bezeichnet wird, ermöglicht Hyper Automation Unternehmen, mit weniger Ressourcen mehr zu erreichen, indem sie Transparenz über alle Geschäftsprozesse hinweg schafft und gleichzeitig die Mitarbeiter Erfahrung an jedem relevanten Berührungspunkt optimiert. Dieser ganzheitliche Ansatz bietet nicht nur Effizienzgewinne, sondern fördert zudem eine agile und innovative Unternehmenskultur, die Unternehmen zukunftssicher macht.

Hyper Automation ist Chefsache

Hyper Automation ist weit mehr als der bloße Einsatz von Technologien. Hyper Automation ist als ganzheitliches strategisches Konzept zu verstehen und bezeichnet die systematische und umfassende Automatisierung von Geschäftsprozessen durch den Einsatz einer Kombination von Technologien. Dazu gehören unter anderem Künstliche Intelligenz (KI), Robotic Process Automation (RPA), Low-Code/No-Code-Plattformen, Process Mining sowie weitere digitale Werkzeuge. Ziel dieses Ansatzes ist es, nicht nur einfache Aufgaben, sondern auch komplexe, wissensbasierte und sich wiederholende Arbeitsabläufe zu automatisieren. Auf diese Weise steigern Unternehmen ihre Effizienz, Genauigkeit und Skalierbarkeit.

Technologiekombination – Mehr als die Summe aller Teile

Dadurch, dass bei Hyper Automation nicht nur eine einzelne Technologie Anwendung findet, sondern unterschiedliche Technologien miteinander verbindet, ermöglicht dieser Ansatz eine umfassende Lösung zur Optimierung der Geschäftsprozesse.

Tools wie Künstliche Intelligenz (KI), Generative KI (GenAI), Robotergesteuerte Prozessautomatisierung (RPA) und Process-Mining arbeiten Hand in Hand. Diese Integration erlaubt es, auch komplexe Aufgaben zu automatisieren, die vorher als zu anspruchsvoll galten.

Fragen Sie sich: Welche Prozesse in Ihrem Unternehmen könnten von einer solchen technologischen Symbiose profitieren?

Intelligente Automatisierung – Analysen und Entscheidungen in Echtzeit

Mit KI als Kernkomponente von Process Mining können Daten in Echtzeit analysiert, sichtbar gemacht werden und auf Basis dieser Analysen Entscheidungen getroffen werden. Dies bedeutet, dass Prozesse nicht nur automatisiert, sondern auch optimiert werden – während sie ausgeführt werden.

Fragen Sie sich: Wie viel Zeit und Ressourcen lassen sich einsparen, wenn Prozesse sich selbst optimieren?

Flexibilität für jede Unternehmensgröße

Hyper Automation ist darauf ausgelegt, mit den Unternehmen zu wachsen. Ob Prozesse in einem einzelnen Bereich oder unternehmensweit automatisiert werden sollen, die eingesetzten Technologien lassen sich flexibel anpassen und erweitern. Dies ermöglicht den Unternehmen, auf sich ständig ändernde Marktbedingungen zu reagieren und bietet einen enormen strategischen Wettbewerbsvorteil.

Probleme systematisch lösen – noch bevor sie entstehen

Ein zentraler Bestandteil von Hyper Automation ist die Analyse bestehender Prozesse. Mit Hilfe von Tools wie Process Mining werden Schwachstellen und Engpässe identifiziert. Diese datenbasierten Einblicke ermöglichen es Ihnen, gezielte Optimierungsmaßnahmen einzuleiten und das Beste aus Ihren Workflows herauszuholen. Nach dem Data Mining, also dem “Ausgraben” und “Hervorholen” von Daten und deren Prozessen, folgt die Process Observability, also die Sichtbarmachung und Nachvollziehbarkeit bestehender Geschäftsprozesse. Diese beiden Schritte gehen Hand in Hand und bilden die Basis für Hyper Automation.

Das Beste aus beiden Welten – Mensch und Maschine

Hyper Automation ersetzt den Menschen nicht, sondern entlastet ihn. Routineaufgaben werden automatisiert, so dass sich die Mitarbeiter auf kreative, strategische und wertschöpfende Tätigkeiten konzentrieren können. Neben der Entlastung von repetitiven Tätigkeiten ermöglicht Hyper Automation auch, menschliche Wissensarbeit zu erfassen, daraus zu lernen und auch hier Prozesse zu optimieren.

Hyper Automation unterscheidet sich jedoch von bisherigen Automatisierungsansätzen dadurch, dass das Konzept noch eine Ebene höher ansetzt. Es ermöglicht und erfordert einen strategischen Überblick über Unternehmensprozesse und -ziele, um seine volle Wirkung entfalten zu können. Damit ist Hyper Automation nicht nur ein Technologie-, sondern vor allem ein Managementthema.

Fragen Sie sich: Was könnten Ihre Teams erreichen, wenn sie weniger Zeit mit administrativen Aufgaben verbringen müssten?

So gelingt der Start mit Hyper Automation

Der Einstieg in Hyper Automation muss nicht kompliziert sein – im Gegenteil, er kann den Beginn eines aufregenden Transformationsprozesses für Unternehmen darstellen. Hier sind einige Schritte, die es zu beachten gilt:

  1. Fokus setzen: Identifizieren Sie Prozesse, die derzeit ineffizient oder fehleranfällig sind. Wo könnten Automatisierung und Datenanalysen den größten Mehrwert schaffen?
  2. Technologie evaluieren: Welche Tools und Plattformen passen am besten zu den Anforderungen des Unternehmens? RPA, KI oder Low-Code-Plattformen – welche Technologie bietet das beste Potenzial und wie lassen sich die Technologien sinnvoll miteinander kombinieren?
  3. Pilotprojekte umsetzen: Ein klar definiertes Pilotprojekt hilft dabei sich zunächst einen Überblick zu verschaffen, um die Möglichkeiten der Hyperautomation zu erproben. Dies kann in einem einzelnen Bereich oder einer Abteilung geschehen.
  4. Mitarbeiter einbinden: Schaffen Sie Akzeptanz für neue Technologien, indem Sie Ihre Teams frühzeitig einbeziehen. Schulungen und transparente Kommunikation sind Schlüssel für den Erfolg.
  5. Schrittweise skalieren: Nach erfolgreichen Pilotprojekten können Sie die Automatisierung schrittweise auf andere Bereiche ausweiten. Seien Sie bereit, aus den ersten Erfahrungen zu lernen und Ihre Strategie anzupassen.

Zusammenfassung

Die Hyperautomation kann als ein weiterer konsequenter und logischer Schritt zu mehr Effizienz, Flexibilität und Innovationskraft gesehen werden. Wo bisher überwiegend menschliche Arbeit notwendig war, kommt nun zunehmend der Einsatz digitaler Technologien zum Tragen. Diese Entwicklung der Automatisierung ist seit einigen Jahren zu beobachten. Hyper Automation kann als die nächste Evolutionsstufe dieser fortschreitenden Entwicklung angesehen werden.

Unternehmen, die sich dieses Konzept zu Nutze machen, sichern sich Wettbewerbsvorteile und schaffen eine zukunftssichere Basis für ihre technologische Weiterentwicklung.

Passend dazu: Künstliche Intelligenz: Proof of Concepts erfolgreich skalieren

Nicole Lontzek ist Marketing - und Digitalexpertin. Ihre Karriere brachte sie unter anderem nach New York, Dublin und Zürich. Sie ist spezialisiert auf die Vermarktung von B2B-Software Unternehmen mit komplexen, erklärungsbedürftigen Produkten und Lösungen. Derzeit ist sie in München als Chief Marketing Officer bei QAware für die Gesamtvermarktungstrategie verantwortlich. In ihrem Buch "Digitale Zeitmacher - was wir jetzt gewinnen" erläutert sie anhand positiver Beispiele die Möglichkeiten der Digitalisierung und zeigt auf, in welchen Bereichen wertvolle Lebenszeit eingespart werden kann. www.digitalezeitmacher.de

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